Im aktuellen Buchprojekt stoße ich wieder auf ein altbekanntes Problem, für das es irgendwie keine Generallösung gibt: Übersetzt man Spitznamen oder bleiben sie im Original stehen?
Aktuelles Beispiel: Die Protagonistin des zu übersetzenden Buches wird „Prissy Princess“ und später kurz „Priss“ genannt. Jetzt könnte man sich den Kopf zermartern und eine deutsche Entsprechung suchen oder den Namen einfach so stehen lassen, weil a) der Roman ohnehin in den USA spielt und b) der Leser das auch so versteht.
Da mich zu übertrieben eingedeutschte Namen oft ärgern und man oft durch einen kurzen eingeschobenen Halbsatz eine Erklärung liefern und die Sache elegant lösen kann, tendiere ich meist dazu, die englische Version zu übernehmen, aber es gibt auch Fälle, in denen das blöd klingt.
Und so gerate ich jedes Mal wieder ins Grübeln, was ich in diesem Fall machen soll …
Wie lösen das wohl andere Übersetzer*innen?
Vermutlich weiß das eigentlich jeder, aber mir war es bisher neu: In Google Chrome gibt es eine Rechtschreibprüfung.
Wieso wusste ich das bisher noch nicht?
Wer wie ich auch für einige Kunden in Online-Tools arbeiten muss (die Dinger mag ich ja ohnehin nicht, aber ich schweife ab), der kennt vermutlich das Problem, dass man den Text nur am Bildschirm Korrektur lesen und ihn auch nicht nach Word kopieren kann, um eine vernünftige Rechtschreibprüfung zu machen.
Drauf gestoßen hat mich die Projektmanagerin des aktuellen Projekts, das in knapp zwanzig Sprachen übersetzt wird, da es Beschwerden über viele Rechtschreibfehler in den diversen App-Versionen gab.
Man muss dafür nur in den Einstellungen von Google Chrome unter „Sprachen“ in den „Sprach- und Eingabeeinstellungen“ die Rechtschreibprüfung aktivieren. (Keine Ahnung, ob es das für andere Browser auch gibt, ich mach mich mal auf die Suche …)
Natürlich ist das nur ein zusätzliches Hilfsmittel, aber wer schon mal 12.000 Wörter in über 2.000 verschiedenen Strings am Bildschirm Korrektur lesen musste, der ist für jedes noch so kleine Hilfsmittel, das einem beim Ausmerzen von Fehlern unterstützt, dankbar. 🙂
Ich habe ja bisher „nur“ Untertitel für Fernsehserien übersetzt (was ohnehin schon schwer genug ist), muss aber mal kurz eine Lanze für die Dialogübersetzer brechen.
Aktuelles Beispiel: The Big Bang Theory
Ich mache zurzeit ein regelrechtes Binge-Watching von TBBT und gucke die Folgen mal auf Englisch und mal auf Deutsch, und ich finde die eigentlich verdammt gut übersetzt. Man muss sich einfach vor Augen halten, dass die Übersetzer im Allgemeinen unter Zeitdruck arbeiten und einem zum einen nicht immer sofort eine prickelnde Lösung einfällt und es zum anderen für viele Wortspiele auch einfach keine Entsprechung im Deutschen gibt. Natürlich geht es immer besser, toller, perfekter, aber im Großen und Ganzen werden Serien bei uns doch solide lokalisiert (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, und Fehler sind nun mal menschlich). Und jetzt muss ich weitergucken … ^^
Nur ganz kurz, weil es einen guten Einblick in die Übersetzerseele gibt:
„Kritik einer Übersetzungskritik“ von Pieke Biermann
http://titel-kulturmagazin.net/2014/06/24/rezensentische-fehlgriffe/
Als Mensch, der gleichzeitig Spiele übersetzt, diese aber auch spielt, bin ich in manchen Fragen zwiegespalten, und als gestern das Thema „Von Fans übersetzte Spiele“ aufkam, ging es mir ähnlich. Es begann mit diesem Foreneintrag:
http://forum.baldursgate.com/discussion/32256/bgii-ee-global-translation-status-and-a-professional-translator-perspective-on-it#latest
Dabei geht es darum, dass Beamdog, der Publisher von Baldur’s Gate II: Enhanced Edition, die Übersetzung der Strings einer Gruppe von Fans überlässt, die das unentgeltlich und aus reinem Spaß an der Freude machen.
Als Gamer bin ich zwar schon der Ansicht, dass ein Spiel lieber von Menschen übersetzt werden sollte, die Ahnung von der Materie haben, als von sogenannten Profis, die zwar Übersetzen studiert, aber noch nie ein Spiel am Computer, an der Konsole oder auch mobil gezockt haben (habe ich alles schon erlebt und kann das Ergebnis nur wohlwollend als suboptimal bezeichnen) – allerdings fallen mir auf Anhieb mindestens zehn erfahrene, sachkundige Übersetzer ein, die das ganz hervorragend und mit großer Liebe zum Detail sowie Sachkenntnis übersetzen könnten (und wie gern würde ich mal wieder an einem schönen Rollenspiel arbeiten … *seufz*).
Denn seien wir mal ehrlich: Für eine Übersetzung in diesem Umfang – wir reden hier von geschätzten 400.000 *neuen* Wörtern zusätzlich zu denen, die überarbeitet werden müssen – braucht man eine ganze Menge Kapazitäten. Abgesehen davon, dass ein Vollzeitübersetzer deutlich schneller ist als ein Fan (die im Foreneintrag genannten 2.500 Wörter pro Tag sind beispielsweise bei Dialogtexten eher eine Untergrenze), muss die Übersetzung auch noch in sich stimmig sein, man braucht ein Glossar und feste Richtlinien sowie jemanden, der das Ganze hinterher noch einmal lektoriert und vereinheitlicht. Selbst wenn das ehrenamtlich noch zu stemmen sein mag und wir einfach mal davon ausgehen, dass die Übersetzung sprachlich deutlich besser ist als das, was man in den Foren an Rechtschreibung, Grammatik und Kommasetzung so lesen muss, dauert das Ganze einfach verdammt lange … Bei den angenommenen 2.500 Wörtern pro Tag würde ein Vollzeitübersetzer 158 Tage am Stück allein an den neu zu übersetzenden Strings sitzen, wie lange braucht dann ein Team aus Freiwilligen dafür? Und wir reden hier schließlich von einem Spiel, das im November 2013 erschienen ist, und jetzt, Ende Mai 2014, ist noch keine einzige übersetzte Version auch nur ansatzweise fertig.
Womit wir beim Hauptproblem wären: Die Spieler haben diese Version gekauft und dem Publisher dafür gutes Geld gezahlt, der ihnen wiederum eine übersetzte Version versprochen hat (meines Wissens nach zumindest). Und mal ganz ehrlich, wenn ich ein Spiel kaufe, dann erwarte ich, dass sich der Publisher um die Übersetzung kümmert! Übersetzer muss man bezahlen, schließlich leben sie von ihrem Beruf. Die im Foreneintrag genannten 20.000 Euro für 400.000 Wörter sind auch hier als Untergrenze zu sehen und auf den deutschen Markt nicht übertragbar, da würde ich eher das Doppelte bis Dreifache ansetzen. Allerdings ist Beamdog da ganz anderer Meinung:
„The thing that gets me the most is that—I mean, you can get translations done, and it’s not crazy expensive to do, but these are passionate fans of the series, they know the ins-and-outs, they know the little details, and they’re doing it because they love it. The end result is just— the quality is so much higher. The attention to detail is so much higher. They know the terms, they know what THAC0 means and how it should be framed in their language to be understandable to someone who don’t know the rules necessarily.I just think an engaged community can do so much better of a job than just a paid contractor in this case. „
Er meint also, dass eine engagierte Community deutlich bessere Arbeit leistet als jemand, den man dafür bezahlt. Tja, daraus kann ich nur schließen, dass er bisher immer die falschen Leute angeheuert hat, denn mit guten, engagierten Spieleübersetzern erhält man eine richtig tolle lokalisierte Version – allerdings nicht umsonst, sondern gegen ein faires Entgelt – doch dafür deutlich schneller und professioneller!
PS: Ja, ich weiß auch, was THAC0 bedeutet, und überraschenderweise (zumindest für viele Auftraggeber) gibt es Übersetzer, die nicht nur am PC, an der Konsole und/oder mobil zocken, sondern auch noch Rollenspiele wie Dungeons & Dragons oder Cthulhu und Brettspiele spielen oder sogar als LARPer aktiv sind …

Am 23. April ist der Welttag des Buches, und in diesem Jahr bin auch ich bei „Blogger schenken Lesefreude“ dabei, einer Gemeinschaftsaktion lesebegeisterter Blogger. Ich verlose hier einige meiner Belegexemplare, also von mir übersetzte Titel. 🙂
Was könnt ihr gewinnen?
1 x „Psychose“ von Blake Crouch
Inhalt: Secret-Service-Agent Ethan Burke hat in Wayward Pines, Idaho, eine klare Mission: Er soll zwei Bundesagenten aufspüren, die einen Monat zuvor in der abgelegenen Stadt verschwunden sind. Aber nur wenige Minuten nach seiner Ankunft wird Ethan in einen schweren Unfall verwickelt. Er kommt im Krankenhaus wieder zu sich, und sein Ausweis, sein Handy und sein Aktenkoffer sind verschwunden. Das Krankenhauspersonal scheint freundlich zu sein, aber irgendwas ist … merkwürdig. Im Verlauf der nächsten Tage stößt Ethan bei den Nachforschungen über das Verschwinden seiner Kollegen auf immer neue Fragen anstatt auf Antworten. Warum kann er seine Frau und seinen Sohn zu Hause nicht telefonisch erreichen? Warum glaubt ihm niemand, dass er der ist, für den er sich ausgibt? Und warum ist die Stadt von Elektrozäunen umgeben? Sollen sie verhindern, dass die Bewohner fliehen? Oder sollen sie etwas anderes fernhalten? Mit jedem Schritt, den Ethan der Wahrheit näher kommt, entfernt er sich weiter von der Welt, die er zu kennen glaubte, und von dem Mann, für den er sich gehalten hatte, bis er sich einer schrecklichen Tatsache bewusst wird: Es könnte sein, dass er Wayward Pines nicht mehr lebend verlassen wird.
Weitere Infos zum Buch: http://www.amazon.de/Psychose-Thriller-Blake-Crouch/dp/1477807314/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1397421706&sr=8-3&keywords=psychose

1 x „Der Heckenritter, Band 1“, Graphic Novel von George R.R. Martin
Inhalt: Die Vorgeschichte zu Game Of Thrones! Ein Jahrhundert vor den Ereignissen, die in der epischen Romanserie Das Lied von Eis und Feuer des New York Times-Bestsellerautors George R. R. Martin beschrieben werden, ergreift ein Knappe namens Dunk das Schwert und den Schild seines verstorbenen Meisters und nimmt an einem Turnier teil, um eine Laufbahn als Ritter einzuschlagen. Dunk ist ein guter Kämpfer und besitzt ein ausgeprägtes Ehrgefühl, aber um vor den Augen anderer als wahrer Ritter zu bestehen braucht es mehr – und Dunk muss feststellen, dass nicht alle Ritter tugendhaft sind. Bald schon hat er eine ganze Reihe von Feinden, die ihm nach dem Leben trachten, doch auch einige Freunde, die ihr Schwert für ihn zücken. Diese fantastisch aufgemachte Graphic Novel basiert auf George R.R. Martins Kurzgeschichte Der Heckenritter und schaffte es, die von Fans und Kritikern gleichermaßen gelobte Erzählkunst des Autors in atemberaubende, stimmige Bilder umzusetzen.
Weitere Infos: http://www.amazon.de/George-R-Martin-Heckenritter-Graphic/dp/3862015351/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1397421846&sr=8-2&keywords=heckenritter

1 x „Der Heckenritter, Band 2“, Graphic Novel von George R.R. Martin
Inhalt: Ein neues Abenteuer aus der Welt von Das Lied von Eis & Feuer! Dunk, der Knappe, der das Schwert seines verstorbenen Meisters griff und bei einem Turnier Ruhm als „Dunk der Große“ erwarb, ist nun ein Heckenritter. Er zieht mit seinem Knappen Egg durch die Lande und bietet seine Dienste den Herren und Edelleuten an. Doch der, dem er zuletzt seinen Schwert-Eid gab entpuppt sich als nicht ganz so edel, wie Dunk glaubte. Das bringt ihn in ein moralisches Dilemma, große Gefahr und in die Arme einer schönen Frau … Eine weitere grandiose Graphic Novel nach einer Kurzgeschichte von Top-Autor George R. R. Martin, die in die Geschichte vor der Game Of Thrones-Saga eintaucht. 160 Seiten tapfere Ritter und edle Burgfräulein! Von New York Times Bestseller-Autor George R. R. Martin! Die Vorgeschichte zu Game Of Thrones!
Weitere Infos: http://www.amazon.de/George-R-Martin-Heckenritter-verschworene/dp/3862015378/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1397421846&sr=8-3&keywords=heckenritter

Was müsst ihr tun?
Schreibt mir in den Kommentaren, welches Buch euch in letzter Zeit am besten gefallen hat (und vielleicht auch kurz, warum) und welchen der drei Titel ihr gewinnen wollt. Hinterlasst bitte eure E-Mail-Adresse, damit ich euch im Gewinnfall erreichen kann, und gebt keine E-Mail- oder Postadressen in den Kommentaren an (Datenschutz!).
Wie lange läuft das Gewinnspiel?
Das Gewinnspiel startet ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Posts und endet am Montag, den 28.04.2014, um 18 Uhr.
Was gibt es sonst noch zu beachten?
Für die Verlosung gilt: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Teilnahme ab 18 Jahren, und ich verschicke nur an Adressen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Außerdem behalte ich mir das Recht vor, das Gewinnspiel vorzeitig abzubrechen.
Die Gewinner werden am 29.4. per Losverfahren (True Random Number Generator, www.random.org) unter allen Kommentaren, die o.g. Bedingungen erfüllt haben, ermittelt und per E-Mail benachrichtigt.
Alle persönlichen Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel verwendet und anschließend gelöscht.
Und jetzt freue ich mich auf eure Kommentare! 🙂
Viele Übersetzungstools wie Trados oder MemoQ dienen ja durchaus zur Arbeitserleichterung des Übersetzers und nicht nur zur Kostenminimierung des Auftraggebers, der für Wiederholungen oftmals einen geringeren Wortpreis zahlt, aber noch warte ich auf den Tag, an dem ich das erste brauchbare und schnelle Online-Übersetzungstool zu sehen bekomme. Momentan „darf“ ich die Texte für eine App-Übersetzung mit einem solchen Tool bearbeiten, und ärgere mich jedes Mal, wenn ich jeden einzelnen String eintragen, per Klick bestätigen und dann noch einmal das Proofreading bestätigen darf – vor allem, da App-Texte ja gerne mal aus zahlreichen Ein-Wort-Strings bestehen. Nur gut, dass ich für diesen Job einen Stundenlohn ausgehandelt habe, denn in der Zeit könnte ich locker die dreifache Textmenge auf anderem Weg bearbeiten. Doch so heißt es tippen, klicken, warten, tippen, klicken, warten …
Zwischendurch mal ein Buchtipp für Menschen, die etwas mit Computerspielen, der Popkultur der 80er-Jahre, Cyber-Thrillern und Dungeons and Dragons anfangen können:
Lest „Ready Player One“ von Ernest Cline (deutsch von Hannes Riffel)!
Ich habe mich lange nicht mehr so gut beim Lesen eines Buches amüsiert, mehrfach laut aufgelacht, mich an Zockerabende sowohl vor dem Rechner als auch am Wohnzimmertisch beim Rollenspiel erinnert und ständig irgendeinen Song aus den 80ern im Ohr gehabt.
Einen ersten Einblick in das, was einen erwartet, bekommt man auf der offiziellen Seite zum Buch: http://www.readyplayerone.de
Worum es eigentlich geht?
„Wer online stirbt, ist wirklich tot!
Im Jahr 2044 hat die reale Welt für Wade Watts nicht mehr viel zu bieten. Daher flieht er – wie die meisten Menschen – in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Online-Game den ersten Hinweis auf einen unsagbar wertvollen Schatz, den der verstorbene Schöpfer von OASIS in seiner Cyber-Welt versteckt hat. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, aber er gerät auch in das Visier eines Killerkommandos – in OASIS und in der Realität. Wade weiß, dass er diese mörderische Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel bis zu seinem ungewissen Ende spielt!“
Außerdem hat der Autor auf seiner Webseite ein Soundtrack-Mixtape zur Verfügung gestellt, damit man beim Lesen gleich die passende Untermalung hat: http://www.ernestcline.com/blog/2011/09/21/the-official-ready-player-one-soundtrack/
PS: Ich habe das Buch im englischen Original gelesen und kann zur Übersetzung nichts sagen, habe aber schon mehrfach gehört, dass sie sehr gelungen sein soll.
Da vor Kurzem der zweite Band der Grimm-Reihe aus dem Hause Cross Cult und der erste Comic von Panini Comics erschienen sind, die beide von mir übersetzt wurden, geht’s hier nun um „Grimm“.
Vor der Übersetzung des ersten Romans hatte ich schon ein paar Folgen der Serie gesehen und noch genug Zeit, um zumindest die erste Staffel noch einmal ganz zu gucken. Das große Handicap bei diesem Roman war jedoch, dass er zwischen der zweiten und dritten Staffel spielt und die zweite Staffel zum Zeitpunkt meiner Übersetzung gerade erst im deutschen Fernsehen lief.
Da wir leider von offizieller Seite keine Unterstützung in Form von Drehbüchern, Skripten oder sonstigen Informationen bekamen und ich mir selber ein Glossar zusammenstellen sollte, das auf der in der deutschen Fassung der Fernsehserie verwendeten Übersetzung basiert, hatte ich also stellenweise ein Problem: Die „Wesen“ haben im Original zwar ganz aparte deutsche Namen, die jedoch in der deutschen Übersetzung größtenteils angepasst wurden. (Über die Verwendung von „deutschen“ Namen etc. in englischsprachigen Serien und Filmen könnte man ein ganzes Buch schreiben, und ich werde nie verstehen, warum man nicht wenigstens einen deutschen Muttersprachler fragt, ob die verwendeten Begriffe auch korrekt sind. Aber das ist auf dem englischsprachigen Markt offensichtlich völlig egal, solange es halbwegs „deutsch“ klingt …)
Abgesehen von dem Problem, dass selbst die deutschen Grimm-Folgen nicht immer einheitlich übersetzt waren (Warum in aller Welt heißt der Blutbader in einer Folge auf einmal Blutbarde???), musste ich mir also bei mehreren Begriffen erst einmal eine Übersetzung ausdenken und hoffen, dass die deutsche Folge noch vor Drucklegung gesendet wird, damit ich ggf. Änderungen vornehmen konnte. Aber wundersamerweise hat alles geklappt und wir konnten noch die letzten Begriffe klären, bevor das Manuskript in Druck ging. Einerseits war es natürlich angenehm, die bereits vorhandenen Begriffe übernehmen zu können, als sich wie in vielen anderen Fällen selbst etwas ausdenken zu müssen, andererseits gab es natürlich auch Fälle, in denen ich einen Namen völlig anders übersetzt hätte, nun aber mit der eingeführten Terminologie leben musste …
Wie es bei solchen Trilogien üblich ist, wurden mir gleich alle drei Bände angeboten, und in Kürze folgt dann noch der dritte und vorerst letzte Teil, während die Serie munter weitergedreht wird, wie es scheint. Da passte es ganz gut, dass gleichzeitig, allerdings auch völlig unabhängig davon, die Anfrage zur Übersetzung des Comics eintraf … 🙂 Hier lag die Schwierigkeit allerdings eher darin, dass der Text ja auch noch in die Sprechblasen passen muss, was nicht immer ganz einfach ist – in der Geschichte selbst kannte ich mich ja bereits bestens aus.
