Arbeitszeiten

»Selbst und ständig« arbeitet man als Selbstständiger, heißt es so schön – aber ist das wirklich so oder macht man sich den Stress nur selbst?
Gut, in Stoßzeiten kommt es durchaus öfter mal vor, dass ich bis spät in die Nacht arbeite und auch die Wochenenden am Schreibtisch verbringe, aber oft genug habe ich auch tagsüber andere Dinge gemacht, war beim Sport, habe mich mit Freunden und Kollegen getroffen oder ganz einfach das schöne Wetter genutzt, um vor die Tür zu gehen (oder Fenster zu putzen ^^), und wenn ich dann abends arbeite, ist das nicht etwa bedauerlich, sondern meine eigene Entscheidung.
Außerdem befinde ich mich in der angenehmen Lage, dass mir mein Job Spaß macht (meistens zumindest …) und ich deshalb gern an Büchern sitze, die ich sowieso lesen wollte, oder Spieledialoge übersetze, die mich zum Grinsen bringen und in andere Welten versetzen.
Also bedauert mich nicht, wenn ich mal wieder nachts am Rechner sitze, stellt mir lieber eine Tasse Kaffee (oder alternativ Fritz-Kaffee-Kola, s.u.) vor die Nase, gebt mir leckere Bitterschokolade oder Käsecracker und denkt immer daran, dass ich erst zu später Stunde so richtig zu Hochform auflaufe …
fritz
 
 

Shortlists des SERAPH 2016

Ich kopiere hier der Einfachheit halber die Pressemitteilung, da darin alles Wesentliche steht, und setze die nominierten Bücher, die ich noch nicht gelesen habe, mal fix auf die Wunschliste. 😉

—Pressemitteilung 29.02.2016 —

Die Phantastische Akademie benennt die Shortlists des SERAPH 2016!

seraph
Zum fünften Mal vergibt die Phantastische Akademie auf der Leipziger Buchmesse den Preis für das beste Buch und den dotierten Förderpreis in der Kategorie „Bestes Debüt“ . Seit 2012 prämiert eine unabhängige Expertenjury aus Lektoren, Verlegern, Journalisten, Bloggern, Buchhändlern, Autoren und Buchwissenschaftlern die besten phantastischen Werke des zurückliegenden Jahres. Doch das Jubiläumsjahr des SERAPH-Literaturpreises für Phantastik bringt auch einige Änderungen mit sich. Erstmalig gibt es in Kooperation mit Neobooks eine weitere Kategorie. Der Preis „Bester Independent-Autor“ richtet sich speziell an Self-Publisher und wird ebenfalls im Rahmen der SERAPH-Preisverleihung auf der Fantasy-Leseinsel vergeben. Die Preisverleihung findet am 17. März, 17 Uhr auf der Leseinsel Fantasy (Halle 2, Stand H309) statt.
Durch eine engere Kooperation mit der Leipziger Buchmesse hat die Phantastische Akademie die Gelegenheit, ihren Preis einem noch größeren Publikum vorzustellen. So findet am Abend der Verleihung im Leipziger Theaterhaus Schille „Der große Fantasy-Leseabend“ mit hochkarätiger Besetzung statt. Neben Bettina Belitz, Kim Kestner, Markus Heitz und Seraph-Vorjahressieger Kai Meyer erwartet die Gäste die Lesung der Preisträger des „SERAPH 2016“.
 
Welche Autoren zu den potenziellen Siegern des diesjährigen SERAPH zählen, können Sie den folgenden Shortlists entnehmen:

SERAPH 2016 Titel der Shortlist „Bestes Debüt“:

Illger, Daniel: Skargat – Der Pfad des schwarzen Lichts (Hobbit-Presse/Klett Cotta)
Riescher, Bianca M.: Mitternachtsrot – Eine Erzählung aus Dschanor (Verlag Ohneohren)
Weinert, Simon: Tassilo, der Mumienabrichter (Verlag Das Beben)
 

SERAPH 2016 Titel der Shortlist „Bestes Buch“:

Blazon, Nina: Der Winter der schwarzen Rose (cbt)
Brandhorst, Andreas: Das Schiff (Piper Verlag)
El-Bahay, Akram: Flammenwüste 2 – Der Gefährte des Drachen (Bastei-Lübbe)
Schreckenberg, Michael: Nomaden (Juhr Verlag)
Speer, Natalie: Frostseelen (Bastei-Lübbe)
Trecksel, Bernhard: Nebelmacher (Blanvalet)
 

SERAPH 2016 Titel der Shortlist „Bester Independent-Autor“:

Hannah Kuhlmann: Nachtschatten
Marie Graßhoff: Kernstaub
Miriam Pharo: Der Bund der Zwölf
M.P. Anderfeldt: Wolfsnacht
Mark Lanvall: Lichtsturm
 
Die Ergebnisse des Long- und Shortlist-Entscheids, die Mitglieder der Jury 2016 sowie weitere Informationen zum „Großen Fantasy-Leseabend“ können auch unter (www.phantastische-akademie.de) eingesehen werden, die Informationen zum Independent-Preis finden Sie unter (www.neobooks.com/indie-autor-preis/der-preis).
Die Phantastische Akademie präsentiert:  SERAPH 2016 – Der Literaturpreis für Phantastik auf der Leipziger Buchmesse.

Jetzt abstimmen: Der Community Preis 2016!

Stimmt mit ab für den Indie-Autor-Preis 2016 in der Kategorie „Fantasy“ (in Kooperation mit dem Seraph)

Verschreiber des Tages: Hirngespenst

Der heutige Verschreiber des Tages ist ein Klassiker, zu dem mir die großartige Michaela von Aichberger im Laufe ihrer Aktion »Ich male eure Verschreiber« sogar ein herrliches Bild gemalt hat. Darf ich vorstellen: Das Hirngespenst
Hirngespenst
Hier findet ihr noch mal ihren Eintrag dazu: http://www.michaela-von-aichberger.de/2012/11/raetsel/
(Das hätte natürlich eigentlich Hirngespinst heißen müssen, aber jetzt muss ich immer an dieses Bild denken, wenn ich mich bei diesem Wort mal wieder vertippe … :D)

The Controversial Origins of the Encyclopedia

Sehr schöner TED-Talk über die Entstehung der ersten Enzyklopädie

 

Neil Gaiman – Neverwhere

Es gibt ein Hörspiel, das auf Neil Gaimans Roman »Neverwhere« basiert und das ihr euch im Internet bei BBC Radio anhören könnt. Die ersten vier jeweils knapp einstündigen Folgen sind bereits verfügbar (und Folge 1 nur noch 25 Tage!), die letzten beiden werden demnächst online gestellt.
neverwhere

Worum geht’s?

Beneath the streets of London there is another London. A subterranean labyrinth of sewers and abandoned tube stations. A somewhere that is Neverwhere.
An act of kindness sees Richard Mayhew catapulted from hisordinary life into a subterranean world under the streets of London. Stopping to help an injured girl on a London street, Richard is thrust from his workaday existence into the strange world of London Below.

So begins a curious and mysterious adventure deep beneath the streets of London, a London of shadows where the tube cry of ‚Mind the Gap‘ takes on new meaning; for the inhabitants of this murky domain are those who have fallen through the gaps in society, the dispossessed, the homeless. Here Richard meets the Earl of Earl’s Court, Old Bailey and Hammersmith, faces a life-threatening ordeal at the hands of the Black Friars, comes face to face with Great Beast of London, and encounters an Angel. Called Islington.

Joining the mysterious girl named Door and her companions, the Marquis de Carabas and the bodyguard, Hunter, Richard embarks on an extraordinary quest to escape from the clutches of the fiendish assassins Croup and Vandemar and to discover who ordered them to murder her family. All the while trying to work out how to get back to his old life in London Above.

A six part adaption of Neil Gaiman’s novel adapted by Dirk Maggs, sees James McAvoy as Richard lead a stellar cast which includes Natalie Dormer, David Harewood, Sophie Okonedo, Benedict Cumberbatch, Christopher Lee, Anthony Head, David Schofield, Bernard Cribbins, Romola Garai, George Harris, Andrew Sachs, Lucy Cohu, Johnny Vegas, Paul Chequer, Don Gilet and Abdul Salis.

Hier geht es zum Hörvergnügen:

http://bbc.in/WXbMef

Kann man vom Literaturübersetzen leben?

Susanne Schmidt-Wussow, geschätzte Übersetzerkollegin, Bloggerin und Freundin, schrieb letztens auf ihrem Blog einen interessanten Beitrag unter dem Titel »Davon kann man doch sowieso nicht leben!« über die Bezahlung von Literaturübersetzern, zu dem ich hier gern auch meinen Senf dazugeben möchte, angefangen mit der Aussage: »Ja, man kann!« (Darin sind wir uns also einig. 😉 )
Aber »Literaturübersetzung« ist natürlich ein weites Feld, und man kann nicht alles über einen Kamm scheren. Fakt ist nun mal, dass »Unterhaltungsliteratur«, also der Bereich, in dem ich mich vor allem bei Büchern bewege, im Allgemeinen nicht besonders toll bezahlt wird. Zugegeben, die Übersetzung eines klassischen Thrillers oder Frauenromans dauert auch nicht so wahnsinnig lange – ganz anders als beispielsweise bei Klassikern oder Gedichten, wo man vermutlich Ewigkeiten für eine Seite braucht. Allerdings ist auch bei »meinen« Büchern teilweise einiges zu recherchieren, weil eine Protagonistin beispielsweise ständig griechische Philosophen zitiert, es bei einem Cyberthriller plötzlich nicht nur um Computer, sondern auch ums Bankenwesen geht und ich Fachbegriffe googeln muss oder der Roman auf einer Fernsehserie basiert und ich in die einzelnen Folgen schauen muss, um mich zu vergewissern, wie denn bestimmte Begriffe in der deutschen Synchronisation übersetzt sind.
Natürlich kommt es auch noch darauf an, wie viele Stunden man täglich zu arbeiten bereit ist und wie schnell man tippt, aber ich habe in den über zehn Jahren, die ich jetzt Bücher übersetze, die Erfahrung gemacht, dass man mit Buchübersetzungen aus dem Unterhaltungsbereich sehr gut seinen Lebensunterhalt verdienen kann und nicht am Hungertuch nagen muss. Meinen Stundenlohn habe ich dabei nie ausgerechnet, doch ich weiß, was für Zahlen auf meinen Steuererklärungen stehen, und da sich mein Schwerpunkt in den letzten beiden Jahren deutlich von Spiele- zu Buchübersetzungen hin verlagert hat, lässt sich das auch differenzieren …
Was aber auch nicht heißt, dass die Bezahlung nicht besser sein könnte – Luft nach oben ist eigentlich immer. Also schluckt nicht einfach jeden Preis, verhandelt nach und nehmt auch ruhig mal einen Auftrag nicht an, wenn der Normseitenpreis so niedrig ist, dass ihr niemals auf einen vernünftigen Stundensatz kommen könnt! Nur weil die viel beschriene Teilzeitübersetzerin (das klassische Klischee im Übersetzerpreiskampf, das hier nur als Beispiel dient) einen unterirdischen Preis akzeptiert, weil sie endlich mal ein Buch übersetzen will oder ihr zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, sie sich ein Zubrot verdienen will und der Gatte die Kohle nach Hause bringt, für wenig Geld arbeitet, müsst ihr das nicht auch tun.
Als Übersetzer ist man eben auch Unternehmer, muss sich ausrechnen, wie viel Geld man braucht, um über die Runden zu kommen, und dementsprechend agieren.

Vorfreude

Und dann schickt dir die Verlagslektorin das Cover des Fantasyromans, dessen Übersetzung dich die nächsten Wochen beschäftigen wird, und du darfst es nicht zeigen, bevor das Buch offiziell auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt worden ist …
Ich bin schon sehr gespannt auf das Feedback und die Reaktionen auf den Roman, zu dem ich euch dann demnächst mehr verrate.

NDR-Interview mit Isabel Bogdan

Meine Kollegin Isabel Bogdan ist nicht nur eine preisgekrönte Übersetzerin englischer Literatur und eine hochgeschätzte Bloggerin, sondern hat jetzt auch einen Roman geschrieben: »Der Pfau«, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, weitere Infos hier: http://www.kiwi-verlag.de/buch/der-pfau/978-3-462-04800-1/
Jetzt war sie zu Gast im Bücherjournal, und ihr könnt euch die Aufzeichnung in der Mediathek des NDR ansehen. Viel Spaß.
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/buecherjournal/Gast-im-Buecherjournal,buecherjournal658.html
Meine Kritik zum »Pfau« reiche ich nach, wenn ich endlich mal dazu gekommen bin, das Buch zu lesen …
 

Episode VIII – Space Bear

Carrie Fisher hat auf Twitter ein Foto von den Dreharbeiten zum achten »Star Wars«-Film gepostet, der den herrlichen Arbeitstitel »Space Bear« trägt (natürlich ist auf dem Foto auch ihr großartiger Hund zu sehen ;)).
Ich hätte ja wahnsinnig gern ein T-Shirt mit diesem Aufdruck …
space bear

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