Rezension: »Tomoe Bd. 2: Der göttliche Spiegel«

Nachdem mich der erste Band »Tomoe: Göttin des Wassers« begeistert hatte, musste ich natürlich auch wissen, wie die Geschichte der tapferen Tomoe weitergeht, und die Fortsetzung »Der göttliche Spiegel« lesen. Aber konnten meine hohen Erwartungen auch erfüllt werden?

Um direkt mit der Tür ins Haus zu fallen: Nicht ganz.

Und dafür gibt es diverse Gründe.

Dass man den Band nicht ohne Vorkenntnis des ersten Teils lesen kann, ist ja durchaus nachvollziehbar, und die Geschichte setzt relativ nahtlos nach den Ereignissen aus Band eins ein, sodass man gleich mitten im Geschehen ist.

Aber dann geht es Schlag auf Schlag, einem Kampf folgt gleich die nächste Schlacht, die Liebesgeschichte mit Oda wird nur am Rand angerissen, während Tomoe notgedrungen an Yoshinakas Seite bleibt und mit ihm zusammen nicht nur den göttlichen Spiegel stiehlt, sondern ihren Schwur auch einhält und sich ihm unterwirft, bis Kyoto erobert ist.

Im zweiten Band ist Tomoe die einzige starke weibliche Figur, die zwar von den Männern unterschätzt wird und sich durchsetzen kann, letzten Endes jedoch viel dafür aufgeben muss. Mir hat in Teil zwei nicht nur in dieser Hinsicht ein bisschen mehr Storytelling gefehlt, denn die Geschichte ist doch sehr vorhersehbar und kann nicht mit großen Überraschungen aufwarten.

Auch auf die historische Zusammenfassung, die am Ende von Band eins noch mit sehr viel Hintergrundwissen aufwarten konnte, wurde verzichtet, stattdessen findet man auf den letzten Seiten Skizzen und Artworks ersetzt, die zwar nett, aber auch nichts Ungewöhnliches sind.

Von daher lohnt sich diese Graphic Novel zwar für Fans des ersten Teils, die wissen möchten, wie es mit der tapferen Tomoe weitergeht, ebenso wie für Liebhaber von Tiekos wundervollen Zeichnungen, die teilweise ohne Text auskommen und die Gegebenheiten so schön wiedergeben, dass sie an japanische Malerei erinnern, kann jedoch aufgrund einiger Schwächen nicht ganz mit dem Vorgänger mithalten.

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Vor den Toren Kyotos steht die Armee von Yamana jener von Hosokawa gegenüber. Doch auch hinter den Kulissen ist es nicht ruhig: Der Pirat Yoshinaka versucht, den Platz des Shogun einzunehmen, und setzt dafür seine Frau Tomoe ein. Sie ist die Nachfahrin eines legendären Kriegers und die Göttin des Wassers.

Weitere Informationen findet ihr bei Panini, bei Buch7 und bei Amazon und natürlich dem Buch- bzw. Comic-Händler eures Vertrauens (beispielsweise hier: https://mybookshop.shop-asp.de/).

Bibliografie

Autor: Jack Manini
Zeichner: Tieko
Übersetzung: Julika Herzog
Verlag: Panini
Erscheinungstermin: 20.11.2018
56 Seiten
ISBN: 978-3741610080
Preis: 17,00 Euro

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Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. Die unentgeltliche Bereitstellung des Buches hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.

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  1. karin

    Hallo und guten Tag,

    hey, was für ein cooles Buch/Roman….LG..Karin..

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