Kategorie: Rezension (Page 1 of 2)

Rezension: »Unsterblich« von Jens Lubbadeh

Wir schreiben das Jahr 2044. Marlene Dietrich ist verschwunden. Wie bitte? Ja, ganz richtig gehört! Die Technik hat sich weiterentwickelt, und es ist nun möglich, Verstorbene digital wieder zum Leben zu erwecken  allerdings mit einigen Einschränkungen. Sie können sich beispielsweise nicht mehr an ihren Tod erinnern und sind auch nur virtuell dank eines Implantats zu sehen, sodass man seine geliebte Großmutter zwar wieder um sich haben, sie jedoch nicht umarmen kann.

Allein die Grundidee hat mich schon gereizt, diesen Roman lesen zu wollen, und die Geschichte des Versicherungsagenten Benjamin Karl, der den Auftrag erhält, die verschwundene Marlene Dietrich zu finden, weil er damals ihre Überprüfung übernommen hatte, liest sich auch meistens recht spannend. Es gibt natürlich allerlei Komplikationen, ihm werden von unerwarteter Seite Steine in den Weg geworfen, während er sich ebenso überraschend mit jemandem zusammentut, der auf den ersten Blick ganz andere Interessen zu haben scheint.

Mir hat die Story gefallen, allerdings fehlte der letzte zündende Funke zu einer Empfehlung als Buchtipp. Dafür war mir manches zu wenig durchdacht (Wieso akzeptiert der Großteil der Menschen diesen Stillstand anstelle von Neuerungen einfach? Warum sollte man die eingeschränkte virtuelle Kopie eines längst verstorbenen Menschen einfach so annehmen oder gar an die Macht wählen?), viele Charaktere blieben zu oberflächlich, und einige Längen im Mittelteil trugen ihr Übriges dazu bei. Der Roman ist zweifellos gut, aber aus der Idee hätte man meiner Meinung nach noch mehr machen können …

Wenn ihr mal reinschnuppern möchtet, findet ihr auf der Verlagsseite eine Leseprobe und weitere Informationen sowie Hinweise auf die nächsten Lesetermine des Autors.

Inhalt:

DIESE ZUKUNFT IST NUR EINEN KLICK ENTFERNT

Der Traum der Menschheit vom ewigen Leben ist Wirklichkeit geworden: Dank Virtual-Reality-Implantaten können die Menschen als perfekte Kopien für immer weiterleben. Auch Marlene Dietrich ist als Star wiederauferstanden und wird weltweit gefeiert – bis sie eines Tages spurlos verschwindet. Eigentlich unmöglich! Für den Versicherungsagenten Benjamin Kari wird aus der Suche nach ihrem digitalen Klon ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel.

Mit »Unsterblich« legt der Wissenschaftsjournalist Jens Lubbadeh einen Debütroman vor, der die Hybris unserer digitalisierten Gegenwartswelt schonungslos und packend entblößt.

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Weitere Informationen zum Buch findet ihr bei Heyne und natürlich auch bei Buch7, Amazon und dem Buchhändler eures Vertrauens (beispielsweise hier: https://mybookshop.shop-asp.de/).

Ich bedanke mich beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Die unentgeltliche Bereitstellung des Buches hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.

ORIGINALAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 448 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-453-31731-4

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen:  11.07.2016

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Rezension/Buchtipp: »Giants – Zorn der Götter« von Sylvain Neuvel

Den ersten Teil der Reihe mit dem Titel »Giants – Sie sind erwacht« hatte ich vor fast genau einem Jahr hier bereits in den höchsten Tönen gelobt, daher war ich umso gespannter, wie Sylvain Neuvel die Fortsetzung angeht.

Und ich kann euch schon mal vorab verraten: Auch Teil zwei ist sehr gelungen!

Bereits auf den ersten Seiten war ich wieder voll ins Geschehen eingetaucht und wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte rund um Rose, Kara und Vincent sowie natürlich Themis weitergeht.

Auch dieser Roman besticht wie Teil eins durch seinen einmaligen Sprachstil: Die Story wird in Form von Interviews, Tagebucheinträgen und Aktennotizen erzählt, was jedoch der Spannung keinen Abbruch tut – ganz im Gegenteil! Stellenweise dachte ich immer wieder »Nur noch ein Kapitel«, weil ich unbedingt wissen wollte, was als Nächstes passiert, und konnte gar nicht aufhören zu lesen …

Daher bekommt auch der zweite Teil von mir eine eindeutige Leseempfehlung (man sollte allerdings den ersten Band vorher gelesen haben, sonst wird der Einstieg schwer), und dieses Buch gehört schon jetzt zu meinen Lesehighlights dieses Jahres!

Spoilern werde ich euch hier nicht; ich kann euch nur versichern, dass einige sehr überraschende und unerwartete Dinge passieren, und wer mehr wissen will, liest sich die folgende Inhaltsangabe durch oder schaut in die Leseprobe auf der Verlagsseite.

Inhalt:

Hat die Menschheit gegen diese Roboter eine Chance?

Dr. Rose Franklin und ihr Team haben ihr Leben dem mysteriösen, außerirdischen Roboter gewidmet, den Rose als Kind vergraben fand. Gerade als die Wissenschaftler glauben, das Rätsel um die gewaltige Maschine endlich gelöst zu haben, taucht ein zweiter Roboter auf – noch größer und noch tödlicher als der erste. Und das ist erst der Anfang: Die Riesenroboter landen überall auf der Erde, und die Menschheit muss sich der größten Herausforderung ihrer Geschichte stellen, denn die Alien-Invasion hat begonnen …

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Weitere Informationen zum Buch findet ihr bei Heyne und natürlich auch bei Buch7, Amazon und dem Buchhändler eures Vertrauens (beispielsweise hier: https://mybookshop.shop-asp.de/).

Ich bedanke mich beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Die unentgeltliche Bereitstellung des Buches hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.

Aus dem Amerikanischen von Marcel Häußler
Originaltitel: Waking Gods – The Themis Files Book 2
Originalverlag: Del Rey

Paperback, Broschur, 480 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-53480-3

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen:  09.05.2017

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Rezension: »Cheesecakes, Pies & Tartes«

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Als bekennender Käsekuchenfan wollte ich dieses Buch unbedingt haben, und nun liegt es schon seit einer Weile auf dem Stapel der zu rezensierenden Bücher … Eigentlich hatte ich gehofft, mal endlich ein paar schöne Fotos von den gebackenen Köstlichkeiten machen zu können, aber irgendwie klappt das aus diversen Gründen nicht, daher jetzt eine Rezension ohne eigene Fotos.
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Ich backe normalerweise Käsekuchen nach einem Rezept meiner Großmutter, bei dem der Kuchen ohne Boden daherkommt, oder mache gleich handlichere köstliche Käsekuchenmuffins. Was ich überhaupt nicht mag, sind Kuchenböden aus mit Butter zusammengepappten zerbröselten Keksen welcher Art auch immer (wie man sie früher auch gern unter Philadelphia-Torte hatte), von daher habe ich diese Rezepte auch gleich weggelassen oder deutlich abgewandelt. Der oben abgebildete Lemon-Cheesecake ist übrigens gleich das dritte Rezept im Buch und sehr lecker mit dem lockeren Teig und dem köstlichen Lemon-Curd-Topping. 🙂
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Die Rezepte sind unterteilt in Cheesecakes, Cheesecake-Bars (siehe oben ein Beispiel, die kamen eigentlich alle gut an), glutenfreie Cheesecakes, Lieblings-Pies, Tartes aus Europa, glutenfreie Tartes, »Free Form and Hybrids« und Herzhaftes.
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Es sind auch reichlich deftigere Rezepte enthalten, von denen ich noch lange nicht alle ausprobiert habe. Anfangs war ich bei den herzhaften Cheesecakes skeptisch, aber bisher konnten mich alle überzeugen – man sollte allerdings Käse mögen. 😉
Schön finde ich die vielen glutenfreien Rezepte, da ich einerseits nicht unbedingt einen Boden brauche und so auch Alternativen für Freunde mit Glutenallergie zur Hand habe.
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Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen, da wirklich für jeden Geschmack etwas dabei ist und bisher alles sehr lecker schmeckte. Mit der schönen Aufmachung und den stimmungsvollen Bildern ist es definitiv eine Bereicherung meines Kochbuchregals.

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»Star Wars Kochbuch: Cantina«

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»Star Wars: Cantina – 40 Rezepte aus einer weit, weit entfernten Galaxis« war eines der »Nerd-Kochbücher«, das ich unbedingt haben musste, so als Star-Wars- und Kochbuchfan.
Und das Buch ist wirklich sehr schön aufgemacht. Die Rezepte wurden einzelnen Planeten wie Tatooine, Kashyyk oder Jakku zugeordnet, was an sich mal eine witzige und neue Idee ist, manchmal aber etwas zu gewollt rüberkommt, und in unterschiedliche Schwierigkeitsstufen wie »Padawan-Niveau« oder »Jedi-Meister-Niveau« eingeteilt, sodass man gleich weiß, wie viel Arbeit einen so erwartet. Während der Padawan meist nur die einzelnen Zutaten vermischen muss, hat ein Jedi-Meister schon recht anspruchsvolle Aufgaben zu erledigen.

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Auch Jedis mögen Käsekuchen 🙂


Stellenweise fragt man sich zwar schon, welchen Bezug dieses Rezept jetzt eigentlich noch zu »Star Wars« hat, aber solange das Endergebnis schmeckt und die ganze Sache überzeugend präsentiert wird, drücke ich da auch mal ein Auge zu.
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Die Bilder sind stellenweise etwas dunkel, aber die Rezepte werden im Großen und Ganzen sehr wirkungsvoll präsentiert, und die einzelnen, nach Systemen sortierten Kapitel werden mit einer netten kleinen Einführung eingeleitet.
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Auch dieses Buch ist eine schöne Geschenkidee für »Star Wars«-Fans und Freunde ausgefallener Kochbücher,  das sich viele vermutlich vor allem als Sammlerstück ins Regal stellen werden – wenngleich die Rezepte größtenteils durchaus brauchbar sind. Ich habe es jedenfalls gern in meine Sammlung aufgenommen und bedanke mich ganz herzlich bei Panini für das Rezensionsexemplar.
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Rezension: »MINECRAFT: DAS ULTIMATIVE INOFFIZIELLE KOCHBUCH FÜR MINECRAFTER«


Wie ich ja schon einmal angemerkt habe, bin ich ein großer Kochbuchfan (und ich koche und backe zur Entspannung auch sehr gern), und insbesondere »Nerd-Kochbücher« haben es mir angetan. Da ich ja seit einiger Zeit eine Romanreihe zu »Minecraft« übersetze und eine weitere lektoriere, kam ich am »Ultimativen inoffiziellen Kochbuch für Minecrafter« natürlich nicht vorbei – das mir vom Panini-Verlag freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde.
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Wer jetzt aber glaubt, dass man mit den Rezepten nichts anfangen kann, der hat sich gewaltig geirrt. Zwar tragen viele Rezepte logischerweise Minecraft-typische Namen und sind optisch an Spielelemente angelehnt, aber der Großteil ist durchaus alltagstauglich und essbar. Hinter einer »Hühnerreiter-Kraftbrühe« verbirgt sich beispielsweise eine ganz normale leckere Hühnersuppe, die eigentlich jedem schmecken dürfte.
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Einige süße Sachen wie die oben abgebildeten Marshmallow-Ghasts oder die nachfolgenden Spinnenaugen im Glas mögen auf den ersten Blick vielleicht für jeden sehr ansprechend aussehen, lassen aber garantiert die Herzen von Minecraft-Fans höher schlagen.
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Für Schleimwürfel braucht man auch kein besonderes Insiderwissen, wird aber garantiert jeden Wackelpuddingfreund glücklich machen.
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Meiner Ansicht nach ist das Buch ein lustiges Geschenk für Menschen, die entweder etwas mit Minecraft anfangen können oder auf abgefahrene Kochbücher stehen, wobei ich es für Kinder aufgrund der nicht immer einfachen Rezepte nur eingeschränkt empfehlen würde.

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Rezension: »Bios« von Daniel Suarez

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Der Roman »Bios« von Daniel Suarez fängt gleich so packend an, dass ich das Buch erst gar nicht wieder aus der Hand legen konnte. Dabei wird man eigentlich sofort in eine verwirrende Geschichte hineingeworfen.
Am Anfang befinden wir uns in einer illegalen Kinderwunschklinik, denn im Jahr 2045 ist es technisch möglich, die Gene von Embryonen so manipulieren, dass die Kinder später bestimmte Eigenschaften aufweisen und beispielsweise besonders klug, athletisch oder muskulös werden. In zahlreichen Ländern sind derartige Eingriffe jedoch nur erlaubt, um bestimmte Genstörungen, die auf einer von der UN genehmigten Liste stehen, zu beheben, was dazu führte, dass zahlreiche illegale Labors aus dem Boden schossen.
In Kapitel zwei lernen wir dann den Protagonisten Kenneth Durand kennen, der eine bunte Vergangenheit hat und nun bei Interpol als Fahnder in der Abteilung Genkriminalität arbeitet. Rasch überschlagen sich die Ereignisse, und es wird offensichtlich, dass Marcus Wyckes, einen Kartellboss, der sich nicht nur auf den Handel mit verbotenen Daten spezialisiert hat, sondern dem überdies noch ein ganz anderer wissenschaftlicher Durchbruch gelungen zu sein scheint …

Das Wild, das du jagst: Du bist es selbst
Im Jahr 2045 ist das Zeitalter der Technik Geschichte; die biologische Moderne ist angebrochen. Algen und Pilze bauen Autogehäuse, die Boomstädte Asiens werden nachts von Leuchtbäumen erhellt. Auch vor dem menschlichen Körper macht die Bio-Revolution nicht halt. Jeder will hochgezüchtete Designer-Babies, ob legal oder nicht. Die Zeche zahlen andere.
Kenneth Durand leitet bei Interpol den Kampf gegen diese Genkriminalität. Und ein Mann steht dabei im Fadenkreuz: Marcus Demang Wyckes, Kopf eines so mächtigen wie skrupellosen Kartells. Eines Tages erwacht Durand aus dem Koma. Man hat ihn entführt. Er sieht anders aus. Seine DNA ist verändert. Er ist Marcus Demang Wyckes. Der Mann, der weltweit gesucht wird.

Ich kann den Thriller nur wärmstens empfehlen, der mir spannende Lesestunden beschert und mich überdies auch zum Nachdenken über diese durchaus denkbare Zukunftsvision angeregt hat. Trotz einiger kleiner Schwachstellen ist das von Cornelia Holfelder-von der Tann hervorragend übersetzte Buch mein erster Buchtipp des Jahres!

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Weitere Informationen findet ihr beispielsweise bei Rowohlt (dort gibt es auch eine Leseprobe), Buch7 und bei Amazon und natürlich dem Buchhändler eures Vertrauens (beispielsweise hier: https://mybookshop.shop-asp.de/).

Bibliografie

  • Verlag:  rororo
  • Erscheinungstermin:  17.11.2017
  • Lieferbar
  • 544 Seiten
  • ISBN:  978-3-499-29133-3
  • übersetzt von: Cornelia Holfelder-von der Tann
  • Deutsche Erstausgabe

Herzlichen Dank an den rororo-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Interessant ist übrigens, dass es die im Buch genutzte CRISPR-Methode heute bereits gibt und gerade in letzter Zeit öfter mal heiß diskutiert wird. Wer da noch weiterlesen möchte, kann dies beispielsweise bei Wikipedia, Transparenz Gentechnik oder diesem Artikel des Tagespiegel tun.
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Rezension & Geschenktipp: »Der Meisterkoch«

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»Der Meisterkoch« von Saygin Ersin fiel mir in erster Linie aufgrund des wunderschönen Covers ins Auge, und dann las ich den Klappentext und wusste, dass ich diesen Roman unbedingt lesen möchte.
Allein der erste Satz versetzt einen schon in eine andere Zeit und Welt und lässt erahnen, was einen erwartet:

An diesem Abend wurde im Hause des angesehenen Istanbuler Kaufmanns Hüsnü Bey Zümrützade ein Gast bewirtet, der nicht nur von seiner körperlichen Statur, sondern auch vom Rang her zu den wirklich Großen zählte. Siyavuş Agha, der Waffenmeister des Sultans höchstpersönlich, hatte die Güte besessen, Hüsnü Beys bescheidenes Heim mit seiner Gegenwart zu beehren.

Es ist sowohl dem Autor als auch dem Übersetzer Johannes Neuner gelungen, den Leser allein durch die treffende und perfekte Sprache vom ersten Augenblick an in die richtige Stimmung zu versetzen, und das Schönste an der Sache ist, dass es das ganze Buch hindurch anhält.
Wir lernen im ersten Kapitel erst einmal zahlreiche Personen kennen, die um 1600 in Istanbul eine wichtige Rolle spielen, und dann geht es auch schon los mit der Beschreibung der fantastischen Gerichte, die bei dieser Tafel aufgetischt werden und vom titelgebenden Meisterkoch zubereitet wurden.
Der »Küchenmeister«, wie der Protagonist über weite Teile des Buches genannt wird, ist nämlich mit einer besonderen Gabe auf die Welt gekommen: Er ist Geschmacksbeherrscher. Diese seltene Gabe ermöglicht es ihm, jede einzelne Zutat und jedes Gewürz aus einem Gericht herauszuschmecken und einen Geschmack derart zu perfektionieren, dass beim Essen ein bestimmtes Gefühl erzeugt wird.
Aber es geht hier nicht allein ums Kochen, denn in Rückblenden wird die Geschichte dieses Kochs erzählt. Wir erfahren mehr über seine Kindheit im Sultanspalast, seine abenteuerliche Flucht, seine Ausbildung zum Küchenmeister, seinen faszinierenden Weg zum vollkommenen Geschmacksbeherrscher und warum er sich überhaupt im Hause des Kaufmanns Hüsnü Bey Zümrützade aufgehalten hat – denn der Küchenmeister verfolgt einen Plan! All das wird auf wirklich zauberhafte Weise dargestellt, und man taucht richtiggehend in diese Zeit und die verschiedenen Küchen ein, dass man schon glaubt, den Duft der Gerichte in der Nase und ihren Geschmack auf der Zunge zu haben.

Istanbul um 1600, Blütezeit des Osmanischen Reichs. Im Topkapi-Palast kommt ein außergewöhnliches Kind zur Welt, der junge Pascha verfügt über einen absoluten Geschmackssinn. Als der Sultan all seine männlichen Verwandten ermorden lässt, überlebt der Junge das grausame Massaker mithilfe des Küchenchefs. Ihm gelingt die Flucht, und er beginnt seine Lehrjahre. In Bagdad studiert er Sternen- und Naturheilkunde, auf der Insel Hormus unterweist ihn die Herrin der Aromen in Gewürzkunde, und die symbolische Meisterschaft verleiht ihm ein Bibliothekar in Alexandria. Als Meisterkoch kehrt er zurück nach Istanbul, wo er seine große Liebe Kamer, die begnadete Tänzerin, wiederfinden will. Und er hat sich geschworen, Rache zu nehmen für die Ungerechtigkeiten, die ihm als Kind widerfahren sind. Schließlich wähnt er sich am Ziel seines Strebens: die legendäre Palastküche, Inbegriff aller kulinarischer Wonnen, raffiniertester Intrigen und gefährlicher Eifersucht …

Alles in allem ist es ein wirklich wundervolles Buch, das einen auf eine genussvolle und abenteuerliche Reise mitnimmt, die einen nicht mehr loslässt und die man so schnell nicht mehr vergisst.
Wenn ihr noch ein bisschen reinschnuppern möchtet, findet ihr hier eine Leseprobe.
Ich bin jedenfalls begeistert und kann das Buch auch als Geschenktipp nur empfehlen! 🙂

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Weitere Informationen zum Buch findet ihr bei Hoffmann und Campe, bei Amazon und bei Buch7 und natürlich dem Buchhändler eures Vertrauens (viele sind auch online unter https://mybookshop.shop-asp.de/ zu finden).

Autor: Saygin Ersin
Titel: Der Meisterkoch
ISBN: 978-3-455-00148-8
Verlagsbereich: Atlantik – Belletristik
Einband: Schutzumschlag
Produktart: Buch
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: 05.10.2017
Übersetzung: Johannes Neuner
20,00 (D)
20,60 (A)
26,90 (CH)

Ich bedanke mich beim Verlag Hoffmann und Campe für das Rezensionsexemplar.

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Ein dickes Lob auch noch mal an den Covergestalter, denn so springt einem dieser Titel wirklich ins Auge, was er auch verdient hat. Das Orignalcover sieht im Vergleich dazu eher schlicht aus, hat aber auch was.
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Rezension: »Die Schatten von Edinburgh« von Oscar de Muriel

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Als ich das Cover von »Die Schatten von Edinburgh« zum ersten Mal gesehen hatte, wollte ich das Buch sofort lesen, und dann las ich mir den Covertext durch und freute mich erst richtig auf die Geschichte.

Edinburgh, 1888. Der begnadete Ermittler Ian Frey wird von London nach Schottland zwangsversetzt. Für den kultivierten Engländer eine wahre Strafe. Als er seinen neuen Vorgesetzten, Inspector McGray, kennenlernt, findet er all seine Vorurteile bestätigt: Ungehobelt, abergläubisch und bärbeißig, hat der Schotte seinen ganz eigenen Ehrenkodex. Doch dann bringt ein schier unlösbarer Fall die beiden grundverschiedenen Männer zusammen: Ein Violinist wird grausam in seinem Heim ermordet. Sein aufgelöstes Dienstmädchen schwört, dass es in der Nacht drei Geiger im Musikzimmer gehört hat. Doch in dem von innen verschlossenen, fensterlosen Raum liegt nur die Leiche des Hausherren …

Das Buch beginnt am 23. Juni 1883, und wir begleiten Dr. Clouston, der zum Familiensitz der McGrays gerufen wird,da sich dort eine schreckliche Tragödie ereignet haben soll. So ist es dann auch, denn die Tochter des Hauses hat offenbar den Verstand verloren, ihre Eltern getötet und ihrem Bruder einen Finger abgeschnitten …
Die eigentliche Geschichte setzt am 9. November 1888 ein, und wir begleiten den eher steifen Aristokraten Ian Frey (den Ich-Erzähler), der bei Scotland Yard ermittelt und bereits einige Erfolge vorzuweisen hat, zu eine Treffen mit Commissioner Sir Charles Warren. Ganz London ist in Aufruhr, da Jack the Ripper am Morgen einen weiteren Mord begangen haben soll, doch Warren spricht auch von einem zweiten Mord an einem Musiker in Schottland und warnt Frey vor, dass sich bald einiges ändern wird.
Und so kommt es dann auch, denn Frey wird nicht nur nach Edinburgh versetzt, wo er sich mit dem miesepetrigen und abergläubigen Inspector Adolphus »Nine-Nails« McGray (der übrigens der oben erwähnte Bruder ist und den Spitznamen trägt, weil er nur noch neun Fingernägel hat) herumschlagen muss, dessen dubioser Sondereinheit er zugeteilt wurde, zu allem Überfluss trennt sich auch noch seine Verlobte von ihm und er muss sich der Frage stellen, ob ihm sein Beruf tatsächlich so wichtig ist, wie er immer gedacht hat.
Dann nimmt die Geschichte ihren Lauf, und ich habe zugegebenermaßen Wochen gebraucht, um das Buch zu beenden. Es wird nie wirklich spannend, die Figuren sind nicht sonderlich sympathisch, und mich hat auch die Sprache stellenweise sehr gestört (wobei ich da natürlich nicht weiß, ob das vom Original übernommen wurde oder eine Übersetzerentscheidung gewesen ist), sodass es letzten Endes auf das Urteil »ganz nett« hinausläuft.
Was die an Sherlock Holmes erinnernde Silhouette auf dem Cover soll, ist mir überdies schleierhaft, aber immerhin passt die Geige, da gleich mehrere Geigenspieler ums Leben kommen. Im Großen und Ganzen ist es jedoch kein schlechtes Buch – wahrscheinlich wurde ich nur auf dem falschen Fuß erwischt, weil ich schlichtweg andere Erwartungen hatte.

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Weitere Informationen zum Buch findet ihr bei Goldmann bei Amazon und bei Buch7 und natürlich dem Buchhändler eures Vertrauens.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Peter Beyer
Originaltitel: The Strings of Murder
Originalverlag: Penguin
Taschenbuch, Broschur, 480 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48505-5
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Goldmann
Erschienen: 20.02.2017

Ich bedanke mich beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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Rezension: »Zero« von Marc Elsberg

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Nachdem ich von »Blackout« überaus begeistert war (nachzulesen hier), hatte »Zero« anfangs einen etwas schweren Stand, da ich irgendwie nicht richtig in die Geschichte reinkam – doch ich muss im Nachhinein eingestehen, dass es an mir und nicht am Buch lag …
Das Thema ist brandaktuell: Zero ist eine Aktivistengruppe (vergleichbar mit Anonymus, aber nicht identisch!), die sich mit mehreren YouTube-Videos gegen Datenkraken ausspricht und deren Zerschlagung fordert. Als sie den amerikanischen Präsidenten mit Drohnen „angreifen“ und filmen, wird die ganze Welt auf die aufmerksam, und die Journalistin Cynthia Bonsant fängt für eine Artikelreihe an zu recherchieren. Zu diesem Zweck überlässt ihr der Redakteur eine Datenbrille, deren erstaunliche Funktionen Cynthias Tochter Vi derart begeistert, dass sie sich die Brille ausleiht und mit ihren Freunden testet – doch dabei kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall.
Was genau passiert und wie das alles mit der Internetplattform Freeme zusammenhängt, die ihren Nutzern ein besseres Leben ermöglichen will und dafür belohnt, dass diese ihre Daten zur Verfügung stellen, müsst ihr schon selbst lesen …
Hier die Verlagsinfos:

Wer sich im Netz bewegt, für den gibt es kein Entkommen

London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken …
Autorenwebsite Marc Elsberg www.marcelsberg.com
Marc Elsberg auf Facebook
Der Autor auf twitter.com
Am 23. April stellten sich Marc Elsberg und Sascha Lobo ihren Fragen zu den Chancen und Gefahren der digitalen Welt. Zum Online Live-Talk

buch der wissenschaft hat „Zero“ von Marc Elsberg in der Kategorie „Unterhaltung“ als Wissensbuch des Jahres 2014 ausgezeichnet Zu den Wissensbüchern des Jahres 2014

Gespräch mit Marc Elsberg zum Thema Hackerangriffe in der Sendung „Kulturzeit“ im 3sat Zur Liveschaltung

Am Bayern 2-Thementag rund um Verschwörungstheorien plauderte Marc Elsberg in ‚Eins zu Eins. Der Talk‘ mit Moderator Achim Bogdahn Zur Sendung


Originaltitel: ZERO. Sie wissen, was du tust
Originalverlag: Blanvalet Verlag, München 2014
Taschenbuch, Klappenbroschur, 496 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0093-2
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 17.10.2016

In jedem Fall habt ihr 480 Seiten spannende Unterhaltung, die mich zum Nachdenken gebracht hat über all die Geräte, mit denen wir heute tagtäglich umgehen und denen wir unsere Daten anvertrauen …
Weitere Infos erhaltet ihr bei Blanvalet, Buch7, Amazon sowie unter http://www.zero-das-buch.de/zero.php – auf der Webseite zum Buch erwarten euch außerdem interessante Hintergrundinformationen sowie exklusives Bonusmaterial.
Außerdem könnt ihr hier euch den Buchtrailer ansehen:
httpv://www.youtube.com/watch?v=embed/uLXgmxfiKYA?rel=0
Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!
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Rezension & Buchtipp: »Giants – Sie sind erwacht« von Sylvain Neuvel

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»Giants – Sie sind erwacht« von Sylvain Neuvel ist der Auftakt einer Science-Fiction-Serie, der vielversprechender nicht sein könnte. Das Buch hat mich sofort gepackt und nicht mehr losgelassen – ich habe den Roman in zwei Tagen regelrecht verschlungen. 🙂
Die Geschichte beginnt damit, dass die kleine Rose mit elf auf eine riesige Metallhand fällt, die von sechzehn mit seltsamen Schriftzeichen bedeckten Tafeln umgeben ist. Nachdem sie mehrere Stunden lang bewusstlos dort gelegen hat, wird sie gerettet, vergisst die Sache schließlich wieder, geht ganz normal zur Schule, aufs College und macht ihren Doktor in Physik. Siebzehn Jahre später schließt sich jedoch der Kreis und ihr wird die Leitung eines Forschungsteams übertragen, das die Tafeln und die Hand untersucht und zu einer unglaublichen Erkenntnis kommt: Die Hand ist nicht nur über sechstausend Jahre alt, sie gehört außerdem zu einem gigantischen Roboter, dessen Einzelteile auf der ganzen Welt vergraben wurden! Aber warum und von wem – und was genau kann dieser Roboter?
Viel mehr möchte ich von der spannenden Geschichte eigentlich auch gar nicht verraten, denn das, was da nach und nach ans Licht kommt, ist definitiv keine Sci-Fi-Standardkost …
Was dieses Buch neben der Story zu etwas ganz Besonderem macht, ist der Sprachstil: Es ist fast ausschließlich in Form von Interviews oder Tagebucheinträgen geschrieben. Das ist anfangs noch etwas ungewohnt, aber schon nach wenigen Seiten ist es mir nicht mehr groß aufgefallen – und im Nachhinein muss ich sagen, dass dieses Stilmittel perfekt zu der Story passt.
Für mich ist das Buch mein bisheriges Leseerlebnis des Jahres (auch wenn es schon 2016 erschienen ist), und ich kann es euch nur wärmstens ans Herz legen!

Verlagsinfos:

Schlafende Giganten

Als die kleine Rose eines Abends beim Spielen in einer Höhle eine gewaltige Metallhand entdeckt, ahnt sie noch nicht, dass dieser Fund ihr ganzes Leben verändern wird. Siebzehn Jahre später will sie, inzwischen eine herausragende Physikerin, das noch immer ungelöste Rätsel aufklären. Gemeinsam mit einem Expertenteam aus Wissenschaftlern und Militärs findet Rose heraus, dass die Hand zu einem riesigen Roboter gehört, dessen Körperteile über den ganzen Globus verteilt sind. Doch wer hat den Roboter gebaut? Wann wurde er in der Erde vergraben? Und was bedeuten die seltsamen Zeichen auf dem Metall?
DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Marcel Häußler
Originaltitel: Sleeping Giants
Originalverlag: Del Rey
Paperback, Broschur, 416 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-31690-4
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Heyne
Erschienen: 08.08.2016

Weitere Informationen zum Buch bei Heyne, Buch7 oder Amazon.
Die Fortsetzung »Giants – Zorn der Götter« ist übrigens am 9. Mai 2017 erschienen und wird dann auch demnächst hier besprochen.

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Urlaubslektüre 🙂

Herzlichen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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