Geschenktipp: »Kochen wie die Wikinger«

Ich zähle auch »Kochen wie die Wikinger« vom Zauberfeder-Verlag zur Kategorie »Nerd-Kochbücher« hinzu, selbst wenn es eher ein Themenkochbuch ist, aber mich hat es schon als Fan der Serie »Vikings« interessiert …

Der Zauberfeder-Verlag hat ja einige interessante Kochbücher im handlichen Quadratformat im Programm, unter anderem eins zu »Outlander«, das ich euch bereits vorgestellt habe, sowie zu »Game of Thrones« (dessen Rezension längst überfällig ist *Asche auf mein Haupt*).

Wie man am Inhaltsverzeichnis sieht, geht es bei den Wikingern wie erwartet deftig zu, allerdings findet man auch einige interessante Rezepte für Getreidebreie und Grützen. Zudem gibt es ein ganzes Kapitel mit modernen Rezepten des Nordens, gefolgt von einer kulinarischen Kulturgeschichte mit hilfreichen Informationen zu diversen Zutaten.

Aber von vorn: Nach einer kurzen Einführung in das Leben der Wikinger und ihre Esskultur geht es mit Suppen $ Saucen los, wobei sich in diesem Kapitel auch ein Rezept für Kräutersalz sowie diverse leckere Fladenvariationen verstecken.

Es folgen Getreidebreie & Leckereien wie Apfel- und Pflaumenmus, aber auch isländische und norwegische Köstlichkeiten wie Grützen, die man sich gut auf dem Tisch eines Wikingers vorstellen kann.

Diese Honigtunke mit einem Haufen Gewürzen darin ist übrigens super für allerlei Fleischsorten geeignet und lässt sich auch gut aufbewahren.

Aber die wackeren Recken essen auch Gemüse! Dieses wird zwar in manchem Fall in Schmalz gedünstet oder in Met gesotten und liegt nicht ganz leicht im Magen, doch zu einem deftigen Braten isst man nun mal keinen leichten Salat.

Und die Braten haben es in sich! Auch wenn die Wikinger nur zu Festen Fleisch gegessen haben, wurde da anständig aufgetragen, und es gibt Rezepte für verschiedene Fleischsorten und natürlich auch Weihnachtsschinken.

Fisch stand auch häufig auf dem Speiseplan. Ich muss zwar zugeben, dass mir Fischpudding irgendwie suspekt ist, aber bei den kalten und warmen Speisen dürfte für jeden etwas Passendes dabei sein. Nach dem mit vier Rezepten kurzen Getränkekapitel folgen noch moderne Rezepte, von denen mich einige begeistern konnten. Der legendäre Pepperkakor (Pfefferkuchen) darf da natürlich nicht fehlen – und wer sich fragt, ob denn auch Köttbullar im Buch zu finden sind, dem sei Seite 89 ans Herz gelegt.

Im Großen und Ganzen hat man mit »Kochen wie die Wikinger« ein skandinavisches Kochbuch vorliegen, in dem Rezepte aus Norwegen, Schweden, Finnland und Seeland/Dänemark zu finden sind, und mir gefällt diese Zusammenstellung sehr gut. Als einziges Manko wäre anzumerken, dass nicht alle Rezepte bebildert sind und es auch keine Hinweis auf den Schwierigkeitsgrad der Zubereitung gibt. Ein recht unerfahrener Koch dürfte bei einigen Rezepten vielleicht überfordert sein.

Freunde deftiger Kost und ungewöhnlicher Kochbücher erhalten mit diesem Buch eine schöne Ergänzung ihrer Rezeptsammlung und werden garantiert einiges zum Nachkochen darin finden. Ich habe auf jeden Fall noch mehrere Rezepte auf dem Zettel, die ich in nächster Zeit ausprobieren möchte.

Ob Fischsuppe, Wildschweinbraten oder selbst gebrautes Wacholderbier – „Kochen wie die Wikinger“ bietet eine schmackhafte Annäherung an die Kultur der Nordleute und führt in die Besonderheiten der Wikingerküche ein. Mit authentischen und nachempfundenen Rezepten entführt die Autorin auf eine Reise in die Vergangenheit und lässt uns die Traditionen und Bräuche der Nordmänner erleben.
Von kräftigen Suppen über deftige Braten bis hin zu zuckersüßen Naschereien reicht das Spektrum der mehr als 80 vorgestellten Gerichte. Auch Fisch in den verschiedensten Variationen darf dabei natürlich nicht fehlen. Ergänzt wird diese Sammlung durch eine Liste der verwendeten Lebensmittel, inklusive Betrachtung ihrer Geschichte.
Ein Kochbuch für alle, die Lust haben, alte Rezepte neu auszuprobieren.

Autoreninformationen

Rannveig Moroldsdotter, mit bürgerlichem Namen Claudia Fischer, beschäftigt sich bereits seit langem mit der Kultur der Nordleute. Auf Mittelalterveranstaltungen betreibt sie mit viel Liebe zum Detail die Darstellung einer Wikingerfrau und führt Besuchern die Küche der Nordleute sowie historische Handarbeiten vor.

Produktdetails

  • ISBN: 978-3938922316
  • Erschienen am 1. Mai 2012
  • Zauberfeder GmbH
  • 208 Seiten

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Weitere Informationen findet ihr beim Zauberfeder-Verlag, bei Buch7, Amazon und natürlich dem Buchhändler eures Vertrauens (beispielsweise unter https://mybookshop.shop-asp.de, https://www.genialokal.de, im Otherland oder im Drachenwinkel).

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. Die unentgeltliche Bereitstellung des Buches hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.

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  1. Michael

    Das Wikingerkochbuch gehört auch zu den ganz interessanten Büchern!

  2. Großartiger Artikel, es gibt auch diese Website mit großen Ressourcen zur nordischen Mythologie und Wikingergeschichte 😊
    https://wikingersturm.com/blogs/nordische-mythologie

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