Rezension: »Vakuum« von Phillip P. Peterson

Von Philip P. Peterson hatte ich bisher noch gar nichts gelesen, daher war ich umso gespannter, wie mich »Vakuum« in seinen Bann ziehen würde …

Das Ganze fängt auch  ziemlich spannend an. Nicht nur werden ungewöhnliche Neutrino-Signale empfangen, die auf eine Supernova hindeuten könnten, es fliegt auch noch ein seltsames Raumschiff durch unser Sonnensystem. Es dauert nicht lange, bis den Wissenschaftlern bewusst wird, dass etwas Bedeutsames passiert, das auch das Leben auf der Erde bald nachhaltig beeinflussen wird …

Erzählt wird die Geschichte vor allem aus der Perspektive von drei Personen. Da haben wir die Physikerin Susan Boyle, die am Südpol auf die Ereignisse aufmerksam wird und letzten Endes mehr mit der ganzen Angelegenheit zu tun bekommt, als ihr ursprünglich lieb ist. Dann ist da noch der Astronaut Colin Curtis, der eigentlich auf dem Mond landen will, jedoch zur Erde zurückbeordert wird und auf einmal ganz andere Sorgen hat, als schnellstmöglich wieder ins All zu gelangen. Außerdem gibt es da noch Pala, die wir in dem Augenblick kennenlernen, in dem sie einen Heiratsantrag ablehnt, und deren Leben sich trotzdem bald drastisch verändern wird.

Trotz all dieser interessant klingenden Aspekte hatte der Roman für mich gleich mehrere Probleme, aber hauptsächlich konnte er mich schlichtweg nicht fesseln. Das könnte natürlich daran liegen, dass ich schon wirklich viele Science-Fiction-Romane gelesen und -Filme sowie -Serien gesehen habe, aber ich hatte in vielen Belangen das Gefühl, genau zu wissen, was passieren würde – und es hat sich leider auch bewahrheitet. Darüber hinaus wurde ich mit den Protagonisten nicht wirklich warm. Irgendwie war mir ihr Schicksal relativ gleichgültig, und dadurch, dass ich mir die Auflösung des Ganzen bereits nach nicht einmal 15 % des Buches (ich habe das E-Book gelesen) denken konnte, kam auch einfach keine Spannung auf.

Von daher kann ich hier leider nur von einer Enttäuschung sprechen, denn ich hatte mir doch viel mehr erhofft. Was jedoch nicht heißen muss, dass ihr das Buch nicht trotzdem gut finden und genießen könnt …

Wenn ihr euch einen ersten Eindruck verschaffen möchtet, werft doch mal einen Blick in die Leseprobe.

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Der neue Science-Fiction-Thriller aus der Feder des Bestseller-Autors Phillip P. Peterson.

Die Physikerin Susan Boyle überwacht im antarktischen Winter ein Neutrino-Teleskop. Sie empfängt ein starkes Signal aus der Richtung eines nahen Sternhaufens, kann aber nichts Außergewöhnliches erkennen. Bis nach und nach immer mehr Sterne am Himmel verschwinden.

Der Astronaut Colin Curtis bereitet sich im Mondorbit auf seine Landung vor. Aber das Manöver wird abgebrochen, als eine Astronomin seiner Crew ein außerirdisches Raumschiff entdeckt, das sich mit großer Geschwindigkeit unserem Sonnensystem nähert.

Es schickt eine Funkbotschaft an die Menschheit, die nur aus physikalischen Formeln besteht, bevor es – offensichtlich auf der Flucht – davonrast. Nach und nach wird den Wissenschaftler*innen klar: Aus den Tiefen des Raums kommt etwas auf uns zu. Etwas so Gewaltiges, dass es die Erde in ihren Grundfesten erschüttern wird.

Große Science Fiction aus Deutschland: realistisch, spannend und wissenschaftlich fundiert. Für Leser*innen von Andreas Eschbach, Frank Schätzing, Cixin Liu, Andreas Brandhorst und Brandon Q. Morris

Über den Autor

Phillip P. Peterson arbeitete als Ingenieur an zukünftigen Trägerraketenkonzepten und im Management von Satellitenprogrammen. Neben wissenschaftlichen Veröffentlichungen schrieb er für einen Raumfahrtfachverlag. »Transport« war sein erster Roman, der zum Bestseller wurde. Mit »Paradox« gewann er 2015 den Kindle Storyteller-Award. Zu seinen literarischen Vorbildern gehören die Hard-SF-Autoren Stephen Baxter, Arthur C. Clarke und Larry Niven.

Produktdetails

  • ISBN: 978-3104912967
  • Erschienen am 1. September 2020
  • FISCHER Tor
  • 496 Seiten

Weitere Informationen findet ihr bei FISCHER Tor, Buch7, Amazon und natürlich dem Buchhändler eures Vertrauens (beispielsweise unter myBookShop, geniallokal, Jetzt ein Buch, im Otherland oder im Drachenwinkel).

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. Die unentgeltliche Bereitstellung des Buches hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.

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Übersetzt: »Die Flüsse von London 5 – Fuchsgeschrei«

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  1. DOPPELT GEMOPPELT HÄLT BESSER

    Phillip Peterson steht auf die Apokalypse. Nicht ganz so schlimm wie Cixin Liu, aber in Vakuum lässt er nach Paradox 2 bereits das zweite Mal das Universum kollabieren.

    Und Vakuum finde ich trotz aller Schwächen wesentlich gelungener!

    Petersen schildert in epischer Breite die Widrigkeiten beim Bau des Archen-Raumschiffs. Wann immer etwas schiefgehen kann, lässt Peterson es auch schiefgehen. Das macht Vakuum ziemlich spannend, leider jedoch nicht sehr realistisch. Eine der großen Kröten, die man dabei schlucken muss, ist der Bau der Arche. In 7 Jahren von jetzt ab, soll es Amerika gelingen, ein 1 Kilometer großes Raumschiff auf fast Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen.

    Kann man für möglich halten, muss man aber nicht.

    • Wortspielerin

      Danke für deinen Kommentar! Ich war ja vor allem enttäuscht, weil ich so früh wusste, worauf es hinausläuft. Schreiben kann Philip Peterson auf jeden Fall, und auch Vakuum hat seine Stärken und Schwächen. Dass man ein solches Riesenraumschiff in sieben Jahren gebaut bekommt, kann ich mir allerdings beim besten Willen nicht vorstellen – aber das war jetzt einer der Punkte, die mich weniger gestört haben.

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