Rezension: »Suizid«

Als ich die Ankündigung sah, dass mit »Suizid« ein neuer Thriller von Dean Koontz erscheint, dachte ich zuerst »Cool«, um mich im nächsten Moment zu fragen, wann ich eigentlich das letzte Buch von ihm gelesen hatte. Und das ist zugegebenermaßen ziemlich lange her …

Mit Jane Hawk hat er jedoch eine Powerfrau geschaffen, die sich sehen lassen kann. Ganz allein macht sie sich daran, dem Geheimnis hinter den rätselhaften Selbstmorden, die sich im ganzen Land ereignen, auf die Spur zu kommen, denn sie kann niemandem trauen und muss noch dazu um das Leben ihres kleinen Sohns bangen.

Eine packende Ausgangsgeschichte und eine interessante Heldin – da kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen? Tja, irgendwie doch, denn die Story war zwar interessant genug, dass ich das Buch letzten Endes ganz gelesen habe, aber der Schreibstil (ich habe die deutsche Übersetzung von Wulf Bergner gelesen, gehe aber mal davon aus, dass er auch nichts daran ändern konnte) hat mich stellenweise sehr genervt. Dazu kam noch, dass mir anfangs nicht bewusst war, hier den Beginn einer mehrteiligen Reihe in der Hand zu halten, sondern auf einen in sich abgeschlossenen knackigen Thriller gehofft hatte.

So bin ich nun hin- und hergerissen, ob ich den nächsten Band, der bereits erschienen ist, überhaupt lesen will. Einerseits interessiert es mich schon, wie die Geschichte weitergeht und was hinter all dem steckt, andererseits wurde auch schon ein dritter Teil angekündigt, und es stellt sich die Frage, wie lang die Reihe eigentlich werden soll. Gerade bei Krimis mag ich es nicht, wenn ich ein Buch aus der Hand lege und so gut wie gar nichts abgeschlossen ist, und mit diesem frustrierenden Gefühl habe ich auch dieses Buch aus der Hand gelegt (oder vielmehr den E-Book-Reader, den ich anders, als es vielleicht mit einem Buch passiert wäre, nicht quer durchs Zimmer geschleudert habe).

Fazit: Wenn es einen nicht stört, dass man am Ende kaum schlauer ist als am Anfang, oder gleich den nächsten Band hinterherlegen möchte, kann man diesen Roman durchaus lesen, aber eine wirkliche Leseempfehlung bekommt er von mir leider nicht.


Der rätselhafte Selbstmord ihres Mannes ist nur der Anfang eines grauenvollen Alptraumes: Auf der Suche nach einer Erklärung für seinen Tod entdeckt FBI-Agentin Jane Hawk einen landesweiten Anstieg unerklärlicher Suizide. Als sie der Spur weiter folgt, erhält sie eine unmissverständliche Warnung: Ein Unbekannter dringt in ihr Haus ein und bedroht ihren Sohn. Jemand Mächtiges scheint dahinter zu stecken. Jane weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Sie geht in den Untergrund. Getrieben von dem Willen, ihre Familie zu schützen und den Tod ihres Mannes zu rächen, macht sie die Jäger zu Gejagten.

„Dean Koontz schreibt Pageturner. Thriller, die einen fesseln und alles um einen herum vergessen lassen. Dabei trifft er unsere Herzen und unsere Nerven.“
The Washington Post Book Review

Über den Autor

Dean Koontz ist in Pennsylvania geboren und aufgewachsen. Er begann parallel zu seiner Tätigkeit als Lehrer zu schreiben. Seine Frau Gerda erkannte schnell sein Talent und unterstützte ihn in den folgenden Jahren finanziell, sodass er sich voll auf seine Karriere als Schriftsteller konzentrieren konnte. Inzwischen wurden seine Werke in 38 Sprachen übersetzt und mehr als 450 Millionen Mal verkauft. Dean lebt mit Gerda und ihrem Golden Retriever Elsa in Südkalifornien.

— Werbung —

Weitere Informationen findet ihr bei HarperCollins, Buch7, Amazon und natürlich dem Buchhändler eures Vertrauens (beispielsweise unter https://mybookshop.shop-asp.de, https://www.genialokal.de, im Otherland oder im Drachenwinkel).

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. Die unentgeltliche Bereitstellung des Buches hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.

— Werbung —

Zurück

Übersetzt: »Blutkrone«

Nächster Beitrag

Trailer: »Mulan«

  1. karin

    Hallo liebe Kerstin,

    hm, Dean Koontz war früher zusammen mit Stephan King einer der Top-Autoren für diese Leserichtung…Grusel/Thriller usw.

    LG..Karin..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit Absenden eines Kommentars akzeptierst du meine Datenschutzbestimmungen.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

%d Bloggern gefällt das: