Übersetzte Comics: »Karl der Wikinger«

Viele Comicleser kennen Don Lawrence von »Trigan« oder »Storm«, doch die Abenteuer des tapferen Wikingers Karl waren lange Zeit nicht in Albenformat erhältlich.

Das Frühwerk des STORM-Zeichners Don Lawrence schildert die Abenteuer eines außergewöhnlichen Helden, der als angelsächsicher Säugling von Nordmännern geraubt wurde und als Adoptivsohn des Wikingerfürsten Eingar zu einer wahren Legende der kriegerischen Seefahrer aus dem eisigen Norden heranwachsen sollte …

Die anfänglich in Schwarz-Weiß und später in Farbe gehaltenen Strips erschienen ab 1960 als wöchentliche Comics in einer Zeitschrift – was das Übersetzen der zusammengestellten Geschichten nicht unbedingt einfacher machte, denn es war teilweise sehr gestückelt und manches wiederholte sich. Zudem musste auch die Sprache vorsichtig angepasst werden, denn zu dieser Zeit benutzte man doch einiger Begriffe, die heute niemand mehr auf Papier bringen würde.

Witzigerweise erschienen manche Strips in Deutschland, wo der gute Karl dann schon mal Rolf hieß, und auch in den Bänden war die Namensgebung nicht immer einheitlich.

Im Großen und Ganzen fand ich die Abenteuer der munteren Wikinger aber sehr unterhaltsam und auch recht vielseitig, wobei man natürlich den damaligen Zeitgeist im Hinterkopf behalten muss. Zudem sind die Zeichnungen allein schon das Anschauen wert, denn gerade in den ersten nicht kolorierten Bänden zeigt sich das wahre Talent von Don Lawrence.

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  1. Hallo Kerstin =)
    Erst einmal: Wie schön, dass du wieder beim #ComicMärz mit dabei bist!

    „Kaaaarl….“ oder doch Rolf? Ist ja lustig, das mit der Namensgebung. Wie ist es dir (oder wer sonst für die Zusammenstellung verantwortlich war) denn gelungen, die gestückelten Strips in ein Albenformat zu bringen?
    Auch wenn mich Wikinger generell interessieren und faszinieren (zumindest romantisierte Versionen davon), hält mich dein Verweis auf den damaligen Zeitgeist davon ab, einen genaueren Blick auf Wikinger Karl zu werfen. Wenn ich schon bei vielen zeitgenössischen Comics die transportierten Einstellungen hinsichtlich Frauenbild, Diversität, Repräsentation etc. schwierig finde, wie ist das dann erst mit Comics von 1960?

    Liebe Grüße,
    Nico

    • Wortspielerin

      Hallo Nico,
      die Zusammenstellung habe ich nicht übernommen, insofern kann ich dazu gar nichts sagen, aber die Geschichten hatten ja schon eine gewisse Reihenfolge, da über mehrere Strips ein Abenteuer erzählt wurde.
      Aber das mit der Diversität zu jener Zeit war schon so eine Sache … Zumindest sprachlich konnte ich da vielleicht ein bisschen einwirken (hab allerdings nach dem Lektorat nicht noch mal drübergelesen), wobei man da ja auch nicht zu viel verfälschen will.
      Liebe Grüße
      Kerstin

  2. Markus

    Sind das den nur die von Don Lawrence gezeichneten Seiten? Einiges kannte ich ja noch aus meiner Minderheit aus den Kobra Heften.

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