»Bluthaus« von Romy Fölck ist der zweite Band der Elbmarsch-Krimireihe, den man aber auch sehr gut ohne die Kenntnis des Vorgängers lesen kann.

Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, denn aus seltsamen Gründen war mir dieser Fakt entgangen, und erst, als ich mit dem Lesen angefangen hatte, dämmerte es mir …

Aber man kommt auch so problemlos in die Geschichte rein, und Frida Paulsen, die Protagonistin, ist einem schnell sympathisch. Sie leidet noch immer unter den Nachwirkungen der Ereignisse aus Band 1 (die ich hier nur insofern spoilere, indem ich euch verrate, dass sie noch immer die Hauptrolle spielt) und verkriecht sich bei ihren Eltern in der Elbmarsch, um auf andere Gedanken zu kommen und sich darüber klar zu werden, wie ihre Zukunft aussehen soll.

Dort bekommt sie Besuch von ihrer langjährigen Freundin Johanna Arndt, meist nur Jo genannt, mit der sie schon zusammen auf dem Internat war, und wundert sich, weil diese so plötzlich bei ihr auftaucht, dann aber angeblich nur mal nach ihr sehen möchte.

Kurz darauf passiert jedoch ein Mord, und bei der brutal zugerichteten Leiche wird Jo gefunden, die die Frau jedoch nicht mehr retten konnte. Schon bald gerät Jo selbst in den Verdacht, etwas mit der Tat zu tun zu haben, und es kommen immer dubiosere Verwicklungen ans Licht.

Parallel dazu erfahren wir von einer Bluttat, die sich 1997 an der Ostseeküste ereignet hat, und über die Vorgeschichte, wobei lange nicht klar ist, was die zwölfjährige Miriam, aus deren Sicht die Ereignisse geschildert werden, mit der Sache und den Ereignissen der heutigen Zeit zu tun hat.

Auf gerade mal 318 Seiten legt Romy Fölck hier einen grundsoliden Krimi hin, der mit überzeugenden Charakteren, einer packenden und vielschichtigen Story und dabei großer Glaubwürdigkeit zu punkten weiß. Mir hat das Lesen des Buchs großen Spaß gemacht, denn der Roman ist so spannend, dass man gar nicht mehr aufhören will, bevor man die Auflösung kennt – was will man mehr?

Hier könnt ihr in die Leseprobe reinschnuppern.

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Nach ihrem letzten Fall erholt sich Frida Paulsen in der Elbmarsch, als sie der Hilferuf ihrer alten Freundin Jo erreicht. Vergangene Nacht fand Jo in der Marsch die Leiche einer Frau und ist nun überzeugt, dass man sie des Mordes verdächtigt. Kurz darauf verschwindet sie spurlos. Besorgt begibt sich Frida auf die Suche nach ihrer Freundin. Die Spur führt auf die Halbinsel Holnis zu einem einsam gelegenen Haus, das die Inselbewohner nur das Bluthus nennen. Vor vielen Jahren wurde dort eine Familie grausam hingerichtet – den Täter hat man nie gefunden …

Autoreninformationen

ROMY FÖLCK wurde 1974 in Meißen geboren. Sie studierte Jura, ging in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein großes Unternehmen in Leipzig. Mit Mitte dreißig entschied sie, ihren großen Traum vom Schreiben zu leben. Sie kündigte Job und Wohnung und zog in den Norden. Mit ihrem Mann lebt sie heute in einem Haus in der Elbmarsch bei Hamburg, wo ihre Romane entstehen. Ihre Affinität zum Norden kommt nicht von ungefähr, verbrachte doch ihr Vater seine ersten Lebensjahre in Ostfriesland. TOTENWEG ist der erste Band ihrer Krimiserie um die beiden Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn.

Produktdetails

  • ISBN: 978-3-404-17717-2
  • Erschienen am 28. September 2018 (Hardcover) bzw. 9. Juni 2020 (Taschenbuch)
  • Bastei Lübbe
  • 318 Seiten

Weitere Informationen findet ihr bei Bastei Lübbe, Buch7, Amazon und natürlich dem Buchhändler eures Vertrauens (beispielsweise unter https://mybookshop.shop-asp.de, https://www.genialokal.de, im Otherland oder im Drachenwinkel).

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. Die unentgeltliche Bereitstellung des Buches hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.

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Lesen mit Katze im Hintergrund 🙂