Monat: Juli 2018 Seite 1 von 2

Tipp: »Die Stadt der Träumenden Bücher – Teil 1«

Den Roman »Die Stadt der Träumenden Bücher« habe ich vor über zehn Jahren gelesen, und er hat mich wie viele andere Bücher von Walter Moers mit seiner Sprachgewalt und den unglaublichen, fantasievollen Ideen sehr beeindruckt. Als ich dann erfuhr, dass daraus eine Graphic-Novel-Adaption entstehen soll, war ich sofort begeistert (ich hatte damals hier etwas darüber geschrieben), nur um das Projekt dann völlig aus den Augen zu verlieren.

Nun habe ich also endlich Band eins gelesen, der bereits letzten November erschienen ist, und ich bin von den Socken. Die Zeichnungen sind einfach wunderschön und so detailreich, dass man auf vielen Seiten erst einmal genau gucken muss, was sich überall in den Ecken und im Hintergrund versteckt, bevor man weiterlesen kann.

Walter Moers hat seine Geschichte persönlich umgearbeitet und gekürzt sowie unzählige Skizzen erstellt, die als Vorlage für die Graphic Novel dienten, woraufhin Illustrator Florian Biege alles auf eindrucksvolle und überzeugende Weise in Bilder verpackte und den Charakteren so viel Leben verlieh, dass es eine wahre Freude ist.

Und hier fängt die Geschichte an …

Aber worum geht es eigentlich?

Hildegunst von Mythenmetz, ein Lindwurm und angehender Schriftsteller, erhält von seinem Dichtpaten auf dem Sterbebett ein Manuskript, das an Vollkommenheit nicht zu überbieten ist. Um dem Schöpfer dieses Meisterwerks auf die Spur zu kommen, reist er in die sagenhafte Stadt Buchhaim, die »Stadt der Träumenden Bücher«, in der sich einfach alles um Bücher und das Lesen dreht.

Dort angekommen, macht Mythenmetz die Bekanntschaft mehrerer in der Literaturbranche tätiger Einwohner, die ihm nicht immer freundlich gesonnen sind, und erfährt von den labyrinthartigen Katakomben unter den Häusern, in denen unglaubliche Bücherschätze zu finden seien, um die gerissene und vor nichts zurückschreckende Bücherjäger wetteifern. Während unser Lindwurm weiter nach dem Verfasser des Manuskripts sucht, wird er in eine Intrige verwickelt und landet schließlich unfreiwillig selbst in den Katakomben.

Ergänzt wird das schön gestaltete Buch durch ein aufwendiges Glossar am Ende, in dem man die zahlreichen Namen, mit denen man teilweise fast bombardiert wird, nachschlagen kann, und ein schönes Gimmick sind auch die ausklappbaren Seiten, die einem das Ausmaß der Katakomben noch etwas besser vor Augen führen.

Diese Graphic Novel ist eine wahre Augenweide und auch für Leser, die den Roman nicht kennen, problemlos verständlich, und ich kann sie jedem Büchernarren, Freund des geschliffenen Wortes, Graphic-Novel-Liebhaber und Zamonien-Fan nur wärmstens empfehlen!

UNCHARTED – Live Action Fan Film (2018) Nathan Fillion

Es gibt ja so Projekte, da fragt man sich nur noch: Wieso drehen die nicht gleich einen Film in Spielfilmlänge? Ich würde ihn mir jedenfalls ansehen.

So kann ich euch nur viel Spaß mit knapp 15 Minuten Nathan Fillion als Nathan Drake aus »Uncharted« wünschen und hoffen, dass irgendein Hollywoodstudio jetzt auf eine Idee gekommen ist … 😉

Nathan Fillion is Nathan Drake in this live action Uncharted short film by Director Allan Ungar. Based on the video game series by Naughty Dog. CAST Nathan Fillion as Drake Stephen Lang as Sully Geno Segers as Diego Mircea Monroe as Elena Ernie Reyes Jr as El Tigre Director: Allan Ungar Writers: Allan Ungar & Jesse Wheeler Producers: Nathan Fillion, Allan Ungar, Bruno Marino, Jesse Wheeler, Louis Sallerson Executive Producers: Alex Lebovici & Steve Ponce Cinematographer: Alexander Chinnici Music: Aaron Gilhuis and Jacob Shea Editor: Allan Ungar Production Designer: Darcy Scanlin Costume Designer: Jocelyn Kuan Make Up Artist: Hannah Schenck Stunt Coordinator: Joe Perez Color grading: Post Pro Gumbo Colorist: Alan Louis Gordon Post Production: Urban Post and Red Square Motion This film was independently produced and is strictly for exhibition. Not for profit. All characters and associated names and references are copyright and trademark of their respective holders.

Rückblick Woche 30

Wir nähern uns dem Ende der KW 30, und ich blicke auf meine Woche zurück. Das mache ich übrigens immer samstags, weil ich versuche, den Rechner sonntags gar nicht erst anzumachen, schließlich sitze ich schon genug vor der Kiste …

Auf dem Schreibtisch

So ein Roman ist ja nicht in ein paar Tagen übersetzt, daher bleibt es weiterhin bei dubiosen Andeutungen zu einem noch nicht offiziell angekündigten Buch.

Außerdem habe ich diese Woche den Twitter-Account »TT-Blog« des Netzwerks Texttreff betreut, in dem ich ja Mitglied bin und bei dem wir uns im Wochentakt abwechseln, weil das Ganze ja nur eine ehrenamtliche Sache sein und niemandem auf den Keks gehen soll.

Gelesen

Diese Woche habe ich mir mal wieder zwei Storys aus »Die Legenden von Luke Skywalker« von Ken Liu zu Gemüte geführt. Die dreizehn Kurzgeschichten in diesem Band können unabhängig voneinander gelesen werden und bieten für zwischendurch eine nette Abwechslung (wenn ich mich beispielsweise vor dem Bücherregal mal wieder nicht entscheiden konnte, was ich als Nächstes lesen will), sind allerdings von recht unterschiedlicher Qualität – Rezi folgt, sobald ich das Buch durch habe.

Außerdem habe ich die wunderschöne Graphic Novel »Die Stadt der Träumenden Bücher – Teil 1« gelesen, die ich jetzt nur noch rezensieren muss.

Spoileralarm: Sie ist toll!

Gesehen

Nachdem ich ihn schon im Kino verpasst hatte, konnte ich mir jetzt endlich »Black Panther« anschauen, und ich bin begeistert. Zugegeben, die Story haut einen jetzt nicht vom Hocker, aber die Darsteller sind grandios, die Zahl der vielen starken Frauenrollen ist schier beeindruckend, die einzigen relevanten weißen Charaktere werden von Martin Freeman (einem meiner absoluten Lieblingsschauspieler) und Andy Serkis gespielt, und die Vielfalt afrikanischer Kulturen kam immerhin ansatzweise zur Geltung.

Falls es immer noch Menschen gibt, die den Film nicht kennen, hier der Trailer:

Gehört

Mal wieder Leo Moracchioli – den kennt ihr vermutlich nicht, oder? Unter »Frogleap Studios« covert er auf sehr eigene (und meist harte) Weise Songs, und seine »Hello«-Version ist schlichtweg großartig, finde ich.

Gespielt

Am Montag wurden die Auszeichnungen für das Spiel des Jahres (Azul) und das Kennerspiel des Jahres (Die Quacksalber von Quedlinburg) vergeben – weitere Infos dazu findet ihr hier –, und da wir beide Spiele zufälligerweise längst erworben haben, war das doch der perfekte Anlass für einen Spieleabend.

Gefreut

Auf »Planas Buchantiquariat« erscheinen hin und wieder Storytelling-Interviews, mit denen sich Markus Walther wirklich sehr viel Mühe gibt, und in dieser Woche habe ich dem fiktiven Buchladen von Herrn Plana einen Besuch abgestattet.

Das Interview findet ihr hier: http://planas-buchantiquariat.din-a4-story.de/kerstin-fricke/

Übrigens ist Markus auch sehr geübt im Handlettering, sodass er meinen Namen gleich mal wunderschön präsentiert hat. Danke!

Fundstück der Woche (Link)

Bei Welt.de erschien letztens ein sehr interessanter Artikel über »verlorene Wörter aus der alten BRD«, in dem eine ganze Menge »altrepublikanischer Begriffe« vorkommen, die ich zugegebenermaßen noch nie gehört habe (aber ich bin ja auch noch keine fünfzig, um den Titel des Beitrags »Nur Westdeutsche über 50 kennen alle diese Wörter« indirekt zu bestätigen).

Diese Wörter sind ziemlich asbach: Die alte Bundesrepublik hatte – wie die DDR – ihren Sonderwortschatz, den heute keiner mehr gebraucht: Von Biafrakind und Mau-Mau-Siedlung bis Tchibo-Uhr und catchen.

https://www.welt.de/kultur/article179263134/Deutsche-Sprache-Nur-Westdeutsche-ueber-50-kennen-alle-diese-Woerter.html?wtmc=socialmedia.facebook.shared.web

Rezension: »Unkraut – Tatort Neukölln« von Sebastian Kretz

Sobald ich die Inhaltsangabe von »Unkraut – Tatort Neukölln« von Sebastian Kretz gelesen hatte, war mein Interesse geweckt, denn das klang doch mal nach einem sehr ungewöhnlichen Krimi.

Genau das ist es auch, denn Harm Harmsen ist kein stinknormaler Bulle. Der Ostfriese, der irgendwie in Berlin gelandet ist, dort seit vielen Jahren als Polizist arbeitet und noch immer jeden mit »Moin« begrüßt, hat so seine eigenen Methoden, wenn es um das Aufspüren eines Täters geht. Da er überdies auch noch eine Aversion gegen moderne Technik aufweist, platzt seinem Vorgesetzten irgendwann der Kragen und Harm bekommt Peggy Storch als Partnerin zugeteilt, die ebenfalls so einiges auf dem Kerbholz hat.

Wie sie gemeinsam im Fall des Toten in der Kleingartensiedlung ermitteln, auf diverse Berliner Originale treffen und dabei nicht nur in Neukölln unterwegs sind, wird auf sehr eigene, manchmal skurrile, aber trotzdem liebenswürdige Weise beschrieben, und so hatte ich nach kurzen Anlaufschwierigkeiten wirklich meinen Spaß mit diesem Ermittlerduo und würde mich freuen, wenn es noch mehr von den beiden zu lesen gibt.

Wer also mal einen etwas anderen Krimi lesen und einen anderen Blick auf Berlin werfen möchte, dem sei dieser Roman ans Herz gelegt – mir hat er gut gefallen!

Hier findet ihr übrigens noch ein kurzes Interview mit dem Autor, in dem er unter anderem beschreibt, wie er als Wissenschaftsjournalist überhaupt auf die Idee gekommen ist, einen Krimi zu schreiben.

„Return of the Tentacle – Prolog“

Meine erste Reaktion auf die Nachricht, dass es ein Fanadventure und somit inoffiziellen Nachfolger zu »Day of the Tentacle« gibt, schwankte zwischen »Wie cool ist das denn?« und »Dürfen die das?«. Letztere Frage bleibt vorerst offen, aber ich hab mir das Spiel jetzt mal runtergeladen, und ihr könnt das hier ebenfalls tun.

Mal schauen, wann ich dazu komme, es anzuzocken, aber was ich bisher über das neue Abenteuer von Bernard, Laverne und Hoagie gelesen habe, die zusammen mit dem verrückten Erfinder Dr. Fred erneut die Welt vor den verrückten Tentakeln retten müssen, klingt schon mal ganz vielversprechend.

„Return of the Tentacle – Prolog“ ist ein Fanadventure und inoffizieller Nachfolger des Kultspiels „Day of the Tentacle“. Purpur Tentakel ist zurück und versucht erneut die Welt zu erobern, um die Menschheit zu versklaven. Die Freunde Bernard, Laverne und Hoagie machen sich auf den Weg zum verrückten Erfinder Dr. Fred – eine Zeitreise soll helfen die Welt zu retten.

Es werden größenwahnsinnige Tentakel gejagt, irrsinnige Dialoge geführt und verrückte Rätsel gelöst. Bernard, Hoagie und Laverne laufen durch handgezeichnete Hintergründe mit liebevoll animierten Charakteren und stimmungsvoller Musik- und Klangkulisse. Wir setzen alles daran, um die Atmosphäre und den Spaß des alten Klassikers stilgerecht in das 21. Jahrhundert zu bringen.

Steuere die Spielfiguren wie in guten alten 2D-Adventure-Zeiten mittels deiner Maus und einem modernen Interface. Neben guten Bekannten aus den Vorgängern wirst Du auch auf Gäste treffen, die eigentlich in anderen Spielen ihr Unwesen treiben.

Übrigens könnt ihr euch hier auch kostenlos den Soundtrack runterladen; da wurde wirklich an alles gedacht.

Habt ihr schon mal in das Fanadventure reingeschaut oder spielt ihr lieber den kultigen Point-and-Click-Klassiker?

Tribute to Hayao Miyazaki

Die »Studio Ghibli«-Filme von Hayao Miyazaki sind schon eine Welt für sich, und ich mag den Großteil davon sehr (einige sind mir allerdings doch etwas zu abgedreht).

Einige Fans haben sich die Mühe gemacht, einige Szenen mit musikalischer Untermalung zusammenzustellen, und diese knapp dreieinhalb Minuten machen Lust, sich den einen oder anderen Film endlich mal wieder anzuschauen.

Viel Spaß dabei!

Tribute to Hayao Miyazaki
Music by Joe Hisaishi

Made with Blender, Gimp, Octane and Natron.

Thanks to Blackschmoll, Boby, Christophe, Clouclou, Cremuss, David, Félicia, Frenchman, Sozap, Stéphane, Virgil !
And Thanks to Ton Roosendaal, the Blender community, developers of Blender, Gimp and Natron !

The making of : vimeo.com/188964250

Rückblick Woche 29

Schon ist auch Kalenderwoche 29 vorbei, die bei mir vor allem sehr arbeitsreich gewesen ist.

Auf dem Schreibtisch

Diese Woche haben mich vor allem zwei Projekte beschäftigt: weiterhin der nächste Band der »Herobrine Reborn«-Trilogie und ein bisher noch nicht offiziell angekündigtes Buch einer Autorin, von der ich bereits mehrere Romane übersetzt habe. Näheres dazu demnächst  …

Vorschau auf „Die Zerstörung der Oberwelt, Herobrine Reborn Band 2«

Rezension: »Leia – Prinzessin von Alderaan« von Claudia Gray

Als Erstes sollte ich wohl erwähnen, dass wir es hier mit der sechzehnjährigen Leia Organa zu tun bekommen, die drei Prüfungen bestehen muss, um ihren Thronanspruch und ihr Recht auf die Krone von Alderaan geltend zu machen. Wie ihr ganz richtig vermutet, handelt es sich somit eher um einen »Young Adult«-Roman, wie das heutzutage so schön heißt – aber lasst euch davon bloß nicht abschrecken!

Claudia Gray schafft es ganz hervorragend, die junge Leia darzustellen, ohne dass man ständig das Gefühl hat, einen Teenagerroman zu lesen. »Star Wars«-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten, da natürlich neben neuen Charaktere auch viele altbekannte auftauchen oder zumindest erwähnt werden (wobei ich zu meiner Schande gestehen muss, dass mir erst recht spät klar geworden ist, wer Amilyn Holdo ist und dass sie in »Die letzten Jedi« von Laura Dern gespielt wird).

Die Story wird ruhig, aber nicht langweilig erzählt, und es macht großen Spaß, nach und nach zu lesen, wie Leia immer mehr hinter den Grund für das seltsame Verhalten ihrer Eltern kommt, wie sie langsam reifer wird und wie sie die Charakterzüge entwickelt, die wir später an ihr kennen und lieben.

Daher ist das Buch für »Star Wars«- und Leia-Fans meiner Meinung nach ein Muss und ergänzt das Universum wie viele der anderen guten Romane um einige weitere Puzzleteilchen, die das Ganze bereichern und runder machen.

Ein kleines Manko ist leider die nicht immer stimmige Übersetzung, was aber vermutlich nicht jedem Leser auffallen wird – mich stört es jedoch schon, wenn ich aus dem Lesefluss gerissen werde, weil der deutsche Satz schlichtweg übersetzt und „unnatürlich“ klingt. Ist halt eine Berufskrankheit, befürchte ich …

Serienmittwoch 131

Die Beiträge zum Serienmittwoch lese ich immer sehr gern, und diese Woche ging es mir wie Wortman und ich fühlte mich mit einem Mal sehr alt, als ich die ganzen Beiträge sah …

Daher ganz spontan und aus dem Ärmel geschüttelt meine fünf Lieblingsserien aus der Jugend/Kindheit (ohne Anspruch auf Vollständigkeit, sondern einfach die ersten fünf, die mir eingefallen sind):

Captain Future

Biene Maja

Rauchende Colts

Twilight Zone

Robin Hood (Robin of Sherwood)

Was waren eure Lieblingsserien?

Erschienen: »Crafter in Gefahr« von Mark Cheverton

Und schon geht es weiter mit den Abenteuern von Gameknight999, dem Benutzer-der-kein-Benutzer-ist.

Autor Mark Cheverton scheint Trilogien zu bevorzugen, und nachdem die jeweils dreiteiligen »Gameknight999«- und »Das Geheimnis um Herobrine«-Reihen nun  abgeschlossen  sind, geht es mit »Crafter in Gefahr«, dem ersten Band der neuen »Herobrine Reborn«-Reihe, in die nächste Runde.

Für mich als Übersetzerin ist es eine angenehme Abwechslung, über längere Zeit in einem »Universum« zu bleiben und mich nicht immer an neue Glossare und Begrifflichkeiten gewöhnen zu müssen, und ich bin gespannt, ob es nach Abschluss dieser Trilogie noch weitere Bände auf Deutsch geben wird – ich hätte nichts dagegen!

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